29.07.2010 18:04
Bovespa
BOVESPA weiter kaufenswert
Und dafür gibt es eine ganze Reihe von stichhaltigen Gründen.
Im ersten Quartal des laufenden Jahres verzeichnete das brasilianische Brutto-Inlandsprodukt einen Zuwachs von satten neun Prozent und auch im zweiten Vierteljahr dürfte es kaum weniger gewesen sein. Kein Wunder also, dass die Regierung unlängst ihre Wachstumsschätzung für 2010 von zuvor gut sechs auf jetzt 7,3 Prozent anhob. Einige Experten sehen sogar eine Acht als erste Zahl. Damit hält Brasilien mit den prosperierenden Volkswirtschaften Asiens locker mit. Für 2011 werden ähnlich Werte prognostiziert. Positiv ist des Weiteren, dass Brasilien sich vom „Schulden-Staat“ an den internationalen Kreditmärkten zum Netto-Gläubiger entwickelt hat. Darüber hinaus gab es in dem Land 2008/09 keine einzige Bankenpleite. Davon können insbesondere etablierte Industrie-Nationen nur träumen. Und selbst wenn es zu einem Double-Dip der Weltwirtschaft kommen sollte, so hat Brasilien mit Leitzinsen um zehn Prozent viel, viel Spielraum nach unten, um seine Wirtschaft zu stimulieren. Die Bewertungen der im BOVESPA enthaltenen Aktien sind mit einem durchschnittlichen Kurs/Gewinn-Verhältnis von knapp zwölf und einem Kurs/Buchwert-Verhältnis von 2,3 moderat und versprechen demzufolge weiteres Aufwärtspotenzial. Als einzigen Risikofaktor für die brasilianische Wirtschaft vermögen wir die Rohstoff-Notierungen auszumachen. Da diese sich jedoch selbst während des zeitweilig wieder erstarkten US-Dollars sehr gut gehalten haben, gehen wir nicht davon aus, dass die Preise für Rohwaren in nächster Zeit in den „freien Fall“ übergehen werden, zumal der Euro zuletzt erkennbar „Boden gutmachen“ konnte.

Ebenfalls recht „bullisch“ präsentiert sich der Index von der technischen Seite aus betrachtet: Anders als bei vielen anderen „Börsen-Barometern“ ist der Aufwärtstrend seit Ende 2008 (wenn auch knapp) noch intakt. Den Rücksetzer von über 70.000 auf unter 60.000 Punkte zwischen Anfang April und Mitte Mai bewerten wir als eine „gesunde“ Korrektur. Schließlich ist der Index gegenwärtig auf dem besten Weg, die ehemalige Unterstützung und jetzigen Widerstand bei 65.000 Punkten zurückzuerkämpfen. Gelingt dies, wäre ein abermaliger Anlauf auf den Widerstand bei gut 70.000 Punkten lediglich eine Frage der Zeit. Da die meisten Indikatoren Kaufsignale generieren, dürfte – ein günstiges Gesamtmarktumfeld vorausgesetzt – dieses Szenario bereits recht zügig eintreten.
Alles in allem bleibt der BOVESPA für uns absolut kaufenswert. Die jüngst erfolgten Korrekturen stellen eine hervorragende Gelegenheit für Long-Investments im brasilianischen Auswahl-Index dar. Anleger, die dabei etwas Geduld aufbringen, werden diese Entscheidung aller Voraussicht nach mittel- bis längerfristig nicht bereuen. Wir gehen fest davon aus, dass der BOVESPA noch in diesem Jahr ein neues Allzeithoch markieren kann.
Dieser Artikel ist erschienen im Derivate pdf-Magazin. | 27.Juli 2010
Im ersten Quartal des laufenden Jahres verzeichnete das brasilianische Brutto-Inlandsprodukt einen Zuwachs von satten neun Prozent und auch im zweiten Vierteljahr dürfte es kaum weniger gewesen sein. Kein Wunder also, dass die Regierung unlängst ihre Wachstumsschätzung für 2010 von zuvor gut sechs auf jetzt 7,3 Prozent anhob. Einige Experten sehen sogar eine Acht als erste Zahl. Damit hält Brasilien mit den prosperierenden Volkswirtschaften Asiens locker mit. Für 2011 werden ähnlich Werte prognostiziert. Positiv ist des Weiteren, dass Brasilien sich vom „Schulden-Staat“ an den internationalen Kreditmärkten zum Netto-Gläubiger entwickelt hat. Darüber hinaus gab es in dem Land 2008/09 keine einzige Bankenpleite. Davon können insbesondere etablierte Industrie-Nationen nur träumen. Und selbst wenn es zu einem Double-Dip der Weltwirtschaft kommen sollte, so hat Brasilien mit Leitzinsen um zehn Prozent viel, viel Spielraum nach unten, um seine Wirtschaft zu stimulieren. Die Bewertungen der im BOVESPA enthaltenen Aktien sind mit einem durchschnittlichen Kurs/Gewinn-Verhältnis von knapp zwölf und einem Kurs/Buchwert-Verhältnis von 2,3 moderat und versprechen demzufolge weiteres Aufwärtspotenzial. Als einzigen Risikofaktor für die brasilianische Wirtschaft vermögen wir die Rohstoff-Notierungen auszumachen. Da diese sich jedoch selbst während des zeitweilig wieder erstarkten US-Dollars sehr gut gehalten haben, gehen wir nicht davon aus, dass die Preise für Rohwaren in nächster Zeit in den „freien Fall“ übergehen werden, zumal der Euro zuletzt erkennbar „Boden gutmachen“ konnte.

Ebenfalls recht „bullisch“ präsentiert sich der Index von der technischen Seite aus betrachtet: Anders als bei vielen anderen „Börsen-Barometern“ ist der Aufwärtstrend seit Ende 2008 (wenn auch knapp) noch intakt. Den Rücksetzer von über 70.000 auf unter 60.000 Punkte zwischen Anfang April und Mitte Mai bewerten wir als eine „gesunde“ Korrektur. Schließlich ist der Index gegenwärtig auf dem besten Weg, die ehemalige Unterstützung und jetzigen Widerstand bei 65.000 Punkten zurückzuerkämpfen. Gelingt dies, wäre ein abermaliger Anlauf auf den Widerstand bei gut 70.000 Punkten lediglich eine Frage der Zeit. Da die meisten Indikatoren Kaufsignale generieren, dürfte – ein günstiges Gesamtmarktumfeld vorausgesetzt – dieses Szenario bereits recht zügig eintreten.
Alles in allem bleibt der BOVESPA für uns absolut kaufenswert. Die jüngst erfolgten Korrekturen stellen eine hervorragende Gelegenheit für Long-Investments im brasilianischen Auswahl-Index dar. Anleger, die dabei etwas Geduld aufbringen, werden diese Entscheidung aller Voraussicht nach mittel- bis längerfristig nicht bereuen. Wir gehen fest davon aus, dass der BOVESPA noch in diesem Jahr ein neues Allzeithoch markieren kann.
Dieser Artikel ist erschienen im Derivate pdf-Magazin. | 27.Juli 2010
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