!Premium Partner

!Anzeige

!Anzeige

!Newsletter

Tragen Sie sich hier für unseren kostenlosen Newsletter ein.
 

!Anzeige

 
21.01.2010 16:54

Märkte

Bewegte Finanz- und Rohstoffmärkte

2009 war kein Jahr für schwache Nerven. Sowohl an den Aktienbörsen als auch an den Renten- und Rohstoffmärkten ging es turbulent zu. Immerhin: Mutige Anleger können eine positive Bilanz ziehen.

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Als im Dezember vergangenen Jahres Analysten danach befragt wurden, wo sie den DAX in zwölf Monaten sehen würden, waren die Prognosen alles andere als berauschend. Viele Experten befürchteten massive Kursverluste. Zunächst behielten sie damit Recht. An den Aktienmärkten ging es tatsächlich weiter nach unten – und zwar weltweit.


Depressionsängste

Hintergrund für den Kursrutsch war die durch die Finanzkrise ausgelöste globale Rezession. In zahlreichen Medien war bereits von einer neuen bevorstehenden „großen Depression“ die Rede. Tatsächlich hagelte es in den ersten Monaten des Jahres fast ausnahmslos schlechte Nachrichten. So brach im ersten Quartal 2009 der Welthandel prozentual zweistellig ein. Als Exportnation war Deutschland davon besonders stark betroffen. Im ersten Quartal 2009 stürzten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die Ausfuhren im Vergleich zur Vorjahresperiode um 21,2 Prozent ab. Als Folge schrumpfte die heimische Wirtschaft im gleichen Zeitraum um erschreckende 6,4 Prozent. Einen solch starken Einbruch der Konjunktur hat es in der Geschichte der Bundesrepublik noch nicht gegeben. Aber auch andere Industrienationen wie die USA, Japan oder Großbritannien steckten in der schwersten Rezession seit Jahren.


Kampf gegen die Rezession

Um die wirtschaftliche Talfahrt zu stoppen, beschlossen zahlreiche Staaten, milliardenschwere Konjunkturprogramme aufzulegen. Unterstützung erhielten sie von den Notenbanken in Gestalt einer ultralockeren Geldpolitik. In vielen Ländern wie den USA, Japan oder der Schweiz herrscht immer noch eine Quasi-Nullzinspolitik. In der Eurozone senkte die EZB den Leitzins im Laufe des Jahres bis auf ein Prozent. Die umfangreichen fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen sorgten an den Aktienmärkten für ein Aufatmen. Angetrieben von der Hoffnung, dass der Tiefpunkt der Krise bald überwunden sein könnte, starteten die internationalen Börsen ab Mitte März eine fulminante Erholungsrallye.


Comeback von Aktien

Der DAX legte seit seinem Jahrestief vom 6. März 2009 um fast 60 Prozent zu. Seit Jahresanfang beträgt das Plus rund 20 Prozent (Stichtag: 23. November 2009). In den meisten Industrienationen fiel die Erholung sogar noch stärker aus. So kletterten zum Beispiel die MSCI-Länderindizes für Belgien und Schweden seit Jahresanfang um 47 beziehungsweise 45 Prozent nach oben, knapp dahinter der MSCI Austria mit einem Plus von 43 Prozent.


Beachtliche BRIC-Rallye

Noch dynamischer verlief die Aufwärtsbewegung in den Schwellenmärkten. Vor allem die BRIC-Staaten Brasilien (MSCI Brasil: plus 62 Prozent seit Jahresanfang), Russland (MSCI Russia: plus 77 Prozent), Indien (MSCI India: plus 86 Prozent) und China (MSCI China: plus 61 Prozent) schafften ein beeindruckendes Comeback. Hintergrund für die Hausse: Zahlreiche Emerging Markets haben die Krise besser weggesteckt als erwartet. In China ist zum Beispiel das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal bereits wieder um 8,9 Prozent gewachsen. Einen Sonderfall stellt Russland dar. In dem einstigen Zarenreich leidet die Binnenkonjunktur zwar weiterhin unter der Krise. Jedoch konnte der stark rohstofflastige russische Aktienmarkt von den wieder anziehenden Rohstoffpreisen profitieren.


Auf dem Weg der Besserung


Etwas zeitlich versetzt zur Erholung an den Aktienmärkten hellten sich auch die ökonomischen Frühindikatoren in Form steigender Auftragseingänge sowie eines freundlicheren Geschäftsklimas wieder auf. So stieg der an den Finanzmärkten viel beachtete ISM-Index der US-Einkaufsmanager im Oktober auf 55,7 Punkte. Das ist, wie das Institute for Supply Management (ISM) mitteilte, der höchste Stand seit April 2006. Hierzu passt die Nachricht, dass das Bruttoinlandsprodukt der USA im dritten Quartal mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate um 2,8 Prozent expandierte. Es ist laut dem US-Handelsministerium das erste Wachstum seit dem zweiten Quartal 2008. Auch in der Eurozone scheint die Konjunktur mit einem Plus beim BIP von 0,4 Prozent wieder Tritt zu fassen.


Zinsnotstand

Die sich abzeichnende Konjunkturerholung kann die Rallye an den Aktienmärkten aber nur zum Teil erklären. Eine weitere Ursache dürfte in der hohen Liquidität beziehungsweise den historisch niedrigen Zinsen liegen. Während noch zu Beginn des Jahres zahlreiche Anleger ihr Vermögen in sichere Anlagen wie Termingelder oder Staatspapiere umschichteten, geht der Trend mittlerweile wieder hin zu riskanteren Anlageklassen. Tatsächlich fielen die Umlaufrenditen für Staatsanleihen in diesem Jahr infolge der Niedrigzinspolitik der Notenbanken auf ein historisch niedriges Niveau. Magere Zeiten also für Zinsanleger, obwohl es um die Realzinsen aufgrund des Fehlens von Inflation gar nicht einmal so schlecht bestellt ist. Zumindest am kurzen Ende der Zinsstrukturkurve dürfte sich am Zinsnotstand auch so schnell nichts ändern. Die Mehrheit der Analysten rechnet nicht damit, dass es mittelfristig zu Zinserhöhungen kommen wird.


Rohstoffe vom Tief erholt

Nicht weniger spektakulär als an den Aktienbörsen verlief die Entwicklung an den Rohstoffmärkten. Auch hier waren zunächst sinkende Preise zu beobachten, insbesondere bei den Industriemetallen sowie den Energierohstoffen. Von ihren Tiefs haben sich die meisten „Schätze der Natur“ aber mittlerweile wieder deutlich erholt. Gründe hierfür sind zum einen die sich aufhellenden Konjunkturperspektiven. Zum anderen trieb China die Nachfrage nach Industriemetallen nach oben. Das Reich der Mitte nutzte die niedrigen Preise, um seine Lager aufzustocken.


Neuer Goldrausch

Ein besonderes Revival feierte Gold. Das gelbe Edelmetall stieg zuletzt über 1150 Dollar je Feinunze – ein neues Rekordhoch. Für den Goldrausch gibt es mehrere Ursachen. Zum einen nehmen die Sorgen über den schwachen Dollar zu. Mittlerweile wird angezweifelt, ob die US-Devise ihre Stellung als Weltleitwährung dauerhaft wird behaupten können. So überrascht es nicht, dass private Investoren, aber auch Zentralbanken ihre Goldbestände aufstocken. Zum anderen scheinen zahlreiche Anleger aufgrund der aus ufernden Staatsverschuldung sowie der Liquiditätsflutung durch die Zentralbanken an ein Wiederauffachen der Inflation zu glauben.


Was bringt 2010?

Trotz denkbar schlechter Vorzeichen konnten mutige Anleger, die rechtzeitig in Aktien- oder Rohstoff-ETFs investiert haben, in diesem Jahr beachtliche Renditen erzielen. Doch wie geht es an den verschiedenen Märkten weiter? Hält die Aufwärtsbewegung an, wie Optimisten meinen? Oder droht uns bereits die nächste Blase, wie Skeptiker warnen. Spannende Fragen, denen wir uns demnächst in einem „Marktausblick 2010“ widmen wollen. Am 28. Oktober 2009 wurden in den Geschäftsräumen der Börse Stuttgart die EXtra-ETF-Awards verliehen. Eine Orientierung für Privatanleger über die Qualität der ETF-Anbieter in Deutschland. Die Ergebnisse der im September durchgeführten Umfrage innerhalb einer siebzehnköpfi gen Experten-Jury und der Summe der Online-Leserumfrage stehen fest. Zum besten ETF-Anbieter des Jahres 2009 wurde db x-trackers gewählt.

Verleihung der Extra-ETF-Awards

Am 28. Oktober 2009 wurden in den Geschäftsräumen der Börse Stuttgart die EXtra-ETF-Awards verliehen. Eine Orientierung für Privatanleger über die Qualität der ETF-Anbieter in Deutschland. Die Ergebnisse der im September durchgeführten Umfrage innerhalb einer siebzehnköpfi gen Experten-Jury und der Summe der Online-Leserumfrage stehen fest. Zum besten ETF-Anbieter des Jahres 2009 wurde db x-trackers gewählt.

Die Wahl

Es wurden Produkte der zwölf größten Emittenten von Exchange Traded Funds (ETFs), die ihre Produkte in Deutschland zum Vertrieb zugelassen haben, durch eine hochkarätig besetzte und unabhängige Jury bewertet. Diese Jury setzte sich aus siebzehn Vertretern der Bereiche Banken, Vermögensverwaltung und Dienstleister der ETF-Branche zusammen. Zudem unterstützten die Leserschaft des EXtra- Magazins, verstärkt durch die Leser des Magazins „Der Aktionär“, und die Besucher der Börse Stuttgart die Jury als 18. Stimme. Beurteilt wurde die Qualität des Service und der angebotenen Indexfonds. Die begehrten Awards wurden in den Kategorien „Service“, „Produktpalette“, „Website“, „Kostenstruktur“ und „Innovationskraft“ vergeben. Diese Kategorien dienen auch als Bewertungsgrundlage für die Vergabe des Titels: „ETF-Anbieter des Jahres“. Als Sonderpreis wurde aus einer Nominierungsliste von 15 erfolgreichen Indexfonds der „ETF des Jahres“ gewählt. Der Preisträger 2009 in den Kategorien „Service“ und „Produktpalette“ ist iShares, während Comstage den Award für die beste „Kostenstruktur“ erhält. db x-trackers erhält neben den Preisen in den Kategorien „Website“ und „Innovationskraft“ auch den Award für den „ETF-Anbieter des Jahres 2009“, denn das Team der Deutschen Bank konnte über alle Kategorien hohe Punktzahlen erreichen. Als „ETF des Jahres 2009“ wurde der iShares DAX ETF (ISIN: DE0005933931) ausgezeichnet.


Das Ergebnis im Detail

Betrachtet man das Gesamtergebnis der Bewertungen, liegen die vier großen ETF-Anbieter in Deutschland, db x-trackers, iShares, Lyxor und Comstage in allen Teilbereichen auf den ersten Rängen. Es fällt auf, dass die Preisträger entweder bereits seit Jahren in Deutschland mit ETFs aktiv sind, oder es wird auf eine vorhandene Plattform, zum Beispiel aus dem Zertifikategeschäft, zurückgegriffen.

So bietet die Website von db x-trackers eine Vielzahl von nützlichen Tools für die ETF-Anlage. Neben ausführlichen Informationen zu den einzelnen ETFs fi nden sich dort ebenfalls Sparplanrechner, Musterportfolios und verschiedene Analysefunktionen. Zudem konnte db x-trackers innerhalb weniger Jahre zu einem entscheidenden Player in der ETF-Industrie aufsteigen. Mit zahlreichen neuen Anlagekonzepten konnte der Anbieter die Jury und die Teilnehmer der Online-Umfrage überzeugen. Als Lohn wurde db x-trackers in der Kategorie „Innovationskraft“ ausgezeichnet. db x-trackers wurde auch in den anderen Kategorien hervorragend bewertet. Deshalb verdient der Anbieter zu Recht den Titel „ETF-Anbieter des Jahres 2009“. iShares, der weltweit größte ETF-Anbieter, kann vor allem durch einen exzellenten Service und die umfangreiche und zudem ausgewogene Produktpalette punkten. Zudem wurde die Fokussierung auf die Indexabbildung mittels Full-Replikation honoriert. Die Jury honoriert das mit den Titeln „Beste Produktpalette“ und „Bester Service“. Der jüngste ETF-Anbieter unter den Preisträgern, der Commerzbank-ETF-Arm Comstage, kann sich mit seiner vergleichsweise günstigen Kostenstruktur durchsetzen und positioniert sich damit in einer wichtigen Disziplin vor der Konkurrenz. Denn niedrige Kosten ist eines der Hauptargumente für passiv gemanagte Indexfonds.

Die vier großen Anbieter können sich dank ihrer Bekanntheit und der Wissenstransfers vor allem hinsichtlich ETFs auf die gängigen Indizes vor den kleinen und spezialisierten Anbietern behaupten. Bei der Wahl zum „ETF des Jahres 2009“ landeten vor allem ETFs auf den DAX und den DJ EURO STOXX 50 auf den vorderen Rängen, was die Neigung von Investoren, auf Bekanntes zurückzugreifen, widerspiegelt. Festzuhalten bleibt auch die konsistente Grundtendenz bei den unterschiedlichen Bewertungsgruppen. So lagen die vier Marktführer db x-trackers, iShares, Lyxor und Comstage sowohl bei der Expertenjury als auch bei den Teilnehmern der Online-Umfrage in Führung.

Dieser Artikel ist erschienen im Derivate Magazin / Ausgabe 01 / 2010
!Bildnachweis

Pixelio