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30.12.2011 00:29

Derivate Interview

Optionshandel bietet enorme Chancen bei hoher Volatilität

Interview mit David Wotzka, Trading-Experte und Marktanalyst bei X-Trade Brokers

In den letzten Monaten ist die Volatilität auf Grund der Euroland-Krise dramatisch angestiegen und demzufolge sprangen auch die Optionsprämien auf neue Höhen. Bei extrem hoher Volatilität nutzen Optionstrader das hohe Preisniveau für Optionsstrategien, um möglichst hohe Prämien einnehmen zu können. Auch für normale „Trader“ macht es Sinn, mit Optionen zu arbeiten, um mögliche Verluste zu minimieren oder auch bei Seitwärtsbewegungen unter extrem hohen Schwankungen Gewinne verbuchen zu können. Möglichkeiten bieten zum Beispiel Put- oder Call-Spread-Strategien, hierbei wird zum Beispiel ein Call-Kontrakt verkauft und eine Prämie eingenommen sowie zusätzlich ein Call-Kontrakt mit einem höheren Basispreis verkauft. Dieser Kontrakt dient dann als Absicherung. Die Variationen sind vielfältig, manche Trader verkaufen einen Kontrakt und kaufen zwei Kontrakte mit einem deutlich höheren Basispreis. Falls der Prämienunterschied dies ermöglicht, kann dies durchaus Sinn machen. Eine andere Variante bieten Time-Spreads, also Optionsstrategien mit unterschiedlichen Laufzeiten. Gerade bei Optionen, die kurz vor dem Verfall stehen, zum Beispiel ein bis zwei Wochen, sind die Prämien extrem hoch. Tritt keine exorbitante Kursveränderung ein, verfallen diese dann doch plötzlich. Allerdings ist bei kurzlaufenden Optionen auch das Risiko extrem groß, so dass sich Profis gerne mit Optionen hedgen, die etwas länger laufen. Tritt die erwartete Kursentwicklung ein, verfällt die kürzer laufende Option und die länger laufende kann mit kleinem Verlust glattgestellt werden. Unterm Strich bleibt ein schöner Gewinn. Läuft es anders, als man gedacht hat, ist man zumindest abgesichert und die Verluste halten sich in einem engen Rahmen. Für viele Trader ist allerdings der Zugang an die Eurex schwierig und die meisten Broker bieten dies auch nicht an. Eine interessante Alternative bietet X-Trade Brokers mit Optionsserien für verschiedene Underlyings.

Wir sprachen mit David Wotzka, Trading-Experte und Marktanalyst bei X-Trade Brokers.

Derivate Magazin: Für welche Märkte bieten Sie Optionen an? Welche Serien kann man handeln?

Wotzka:
Bei uns können Kunden auf über 15 Währungspaare, sieben globale Aktienindizes sowie mehrere Rohstoffe, wie z. B. Gold und Öl, im Optionshandel zurückgreifen. Unsere Kunden haben also die Möglichkeit, sich den aktuell volatilsten Wert auszusuchen, um diesen mit der passenden Strategie zu handeln. Optionsserien können bei uns nach Belieben gehandelt werden. Das ist der große Vorteil. Wir bieten unseren Kunden eine speziell für den Optionshandel angefertigte “xOption“-Plattform an.

Optionen sind ein sinnvolles Instrument, bei einer klaren Marktmeinung eine Position einzunehmen. Im Detail gibt der Kauf einer Option die Möglichkeit, sich mit einem auf den Kaufpreis begrenzten Risiko in dem Markt zu positionieren. Bei XTB haben wir den leicht zu bedienenden „Option Wizard“ entwickelt, welcher unseren Kunden schnell und einfach hilft, ihre eigene Option entsprechend ihrer Markteinschätzung und entsprechend ihrem Zeithorizont zu erstellen. Das gleiche gilt für konkrete Strategien, hier ist es beinahe spielend leicht, per „One Click“ komplette Strategien auf diverse Basiswerte zu erstellen.



DM:
Welche Mindesteinlage wird benötigt, um Optionen handeln zu können?

Wotzka:
Das hängt von der Strategie des Kunden ab. Grundsätzlich kann man bei XTB ab 500 Euro starten. Darunter macht es aus Sicht des Risiko- und Money-Managements meiner Meinung nach keinen Sinn. Möchte der Anleger nun gewisse Strategien umsetzen, einen entsprechenden Transaktionswert abdecken, ist hier mit Sicherheit mehr Kapital notwendig.



DM: Wie hoch sind der Spread und die Marginanforderung beim Optionshandel?

Wotzka:
Der Spread ist hier abhängig vom Delta der Option. Das Delta sagt aus, wie sich der Wert einer Option verändert, wenn der Preis des zugrundeliegenden Basiswertes um eine Einheit steigt oder sinkt. Die Spreads liegen hier prozentual gesehen bei einer Spanne von 0,05 bis im Schnitt 1 Prozent des Prämienpreises der Option.
Was die Marginanforderungen angeht, vielleicht ein kurzes Beispiel anhand einer Long-Straddle-Strategie auf EUR/USD, welche ich in der jetzigen Marktlage im Basiswert favorisieren würde. Nehmen wir einen Transaktionswert von 10 000 US-Dollar. Hierfür benötige ich ein Kapital von knapp 150 Euro, um meine Strategie umzusetzen. Wir sind zum jetzigen Zeitpunkt bei einem Kursstand von ca. 1,3740. Man nimmt nun für die Strategie einen Strike-Preis von 1,3730, einmal für die Put-Option sowie für die Call-Option. Sollte der Kurs nun auf knappe 1,31 US-Dollar fallen bzw. auf 1,43 US-Dollar ansteigen, hätten wir hier bereits einen Gewinn verbucht, von über 300 Euro. Sie sehen also, man kann auch mit „kleinem“ Geld solche Optionsstrategien umsetzen.



DM: Wie groß ist das Interesse am Optionshandel bislang?

Wotzka:
Das Interesse am Optionshandel steigt, ganz klar, mit der steigenden „Vola“ im Markt. Umgangssprachlich formuliert, hat der Optionshandel seine Höhen und Tiefen – wie die Märkte bzw. die Börsen selbst. Aktuell erleben wir einen regelrechten Hype bei XTB, was die Nachfrage angeht. Vorteil bei uns ist, dass Interessenten unsere Handelsplattform, also die xOption, nicht sofort mit realem Kapital bedienen müssen. Wir bieten einen absolut unverbindlichen und kostenfreien „30-Tage-Test“ mit einem Demokonto an, um sich so mit der Plattform selbst sowie dem Optionshandel vertraut zu machen. Das möchte ich jedem Anleger empfehlen, welcher in diesen Anlagebereich einsteigen möchte.



DM: Welche Optionsstrategie würden Sie einem mittelaktiven Trader empfehlen, um sein Risiko zu reduzieren?

Wotzka:
Bei steigender Volatilität ist hier die schon zuvor erwähnte Long-Straddle-Strategie zu empfehlen sowie eine fast gleichwertige Long-Strangle-Strategie. Erstens sind hier Verlustrisiken klar definiert und zweitens sind die Potenziale nach oben hin beinahe unbefristet vorhanden. Da ich trotz der aktuellen Diskussionen um die Schuldenkrise den Märkten gegenüber positiv gestimmt bin, halte ich den Einsatz von Optionen sehr sinnvoll, um eine gewisse Diversifikation in der Vermögensanlage zu erhalten. Einsätze von Optionen sind aktuell im zuvor genannten EUR/USD sehr günstig sowie im deutschen Leitindex Dax. Ich kann den Lesern des Derivate Magazins also mit gutem Gewissen empfehlen, sich mit der Materie einmal genauer auseinanderzusetzen.





David Wotzka
Trading-Experte und Marktanalyst bei X-Trade Brokers








Dieser Artikel ist erschienen im Derivate Magazin. | Ausgabe 4 | 2011




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dasboersenblog.de