Select Page

Die Zukunft ist heute

Die Zukunft ist heute

Für die meisten unter uns ist „Künstliche Intelligenz“ in der Wahrnehmung genauso realistisch, wie das Beamen auf Raumschiff Enterprise. Unendlich weit weg. Zukunftsmusik?

 

Wenn man sich jedoch heute schon verschiedene Bereiche in Wirtschaft und Wissenschaft einmal genauer ansieht, wird man feststellen, wie künstliche Intelligenz das tägliche Leben beeinflusst und welchen Stellenwert sie bereits hat. In der Medizin wird künstliche Intelligenz beispielsweise für die Krebsdiagnose getestet und die Ergebnisse zeigen, dass Computer bessere Ergebnisse erzielen können als erfahrene Ärzte. Künstliche Intelligenz wird inzwischen genauso in den Rechtswissenschaften verwendet wie im Marketing und dem Verkauf von Produkten. Selbstfahrende Tesla-Fahrzeuge kommen ohne sie nicht aus. Künstliche Intelligenz macht auch vor der Finanzbranche keinen Halt. J.P. MORGAN hat mit Hilfe von künstlicher Intelligenz die Arbeit von 15.000 Tagen in wenigen Sekunden erledigt.

 

Künstliche Intelligenz wird sich in den nächsten Jahren ebenfalls sehr stark darauf auswirken, wie Fondsgesellschaften Produkte kreieren und das Ersparte und die Pensionen der Bevölkerung verwalten. Aus meiner Sicht werden sich vier Trends weiter verstärken:

1. Integration von Informationen in den Investmentprozess, die über traditionelle Finanzkennzahlen hinausgehen. Beispielsweise verstärkt sich die Nachfrage nach Informationen, wie Unternehmen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Organisation (d.h. ESG-Informationen) aufgestellt sind, exponentiell. Investoren, die diese Informationen systematisch im Investmentprozess berücksichtigen, werden auf Dauer einen Informationsvorsprung gegenüber klassischen Investoren haben. Das sollte sich im Durchschnitt positiv auf die Erträge dieser Investoren auswirken.

2. Zunehmende Automatisierung der Analyse traditioneller Finanzkennzahlen und Textanalyse von Jahresabschlüssen. Selbstlernende Algorithmen können sehr viel größere Datenmengen verarbeiten und miteinander in Verbindung bringen als es ein Team von menschlichen Analysten kann. Daraus resultierend werden Investmententscheidungen zunehmend entweder durch quantitative Systeme getroffen oder durch diese vorbereitet.

3. Signifikante Produktivitätsgewinne, die zu sinkenden Kosten für Investoren führen.

4. Maßgeschneiderte Investmentlösungen für Privatkunden. Damit können persönliche Wertevorstellungen im Investmentportfolio abgebildet werden. Die Umsetzung von Investmentstrategien durch quantitative Systeme ermöglicht diese Individualisierung auch für kleinere Anlagebeträge.

 

Für den Privatkunden hat das alles sehr viel Positives. Man kann bessere Produkte zu einem günstigeren Preis bekommen. Zudem hat der Anleger mehr und mehr die Möglichkeit, seine Ersparnisse mit seinen Werten in Einklang zu bringen, ohne Abstriche bei Risiko und Rendite machen zu müssen. Und das alles ist keine Zukunftsmusik mehr. Die Zukunft ist heute –„Beam me up, Scotty“!

Andreas Feiner ist ein Gründungspartner von Arabesque Asset Management und verantwortlich für das ESG Research.
Arabesque mit Sitz in London und Frankfurt ist der weltweit erste Vermögensverwalter, der sich ausschließlich auf die Kombination von ESG-Informationen mit regelbasierten und quantitativen Investmentprozessen spezialisiert hat.

www.arabesque.com/de

Jetzt Newsletter abonnieren

Jetzt Newsletter abonnieren

Erfahren Sie, was wichtig ist - mit dem kostenlosen Newsletter des !derivate Magazins

Sie haben sich erfolgreich für den Newsletter angemeldet!