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Marco Bodewein – 5 Fragen, 5 Antworten

1. Wofür steht die ACON Actienbank und welche Erfahrung bringt Ihr Team mit?

Marco Bodewein: Die ACON Actienbank AG ist ein Full-Service Provider für börsennotierte KMU’s und solche, die an den Kapitalmarkt möchten, um sich zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten zu erschließen. Dabei beraten wir unsere Kunden in nahezu allen Phasen der Unternehmensentwicklung.

Unser Team hat fundierte Erfahrungen in nahezu allen Bereichen des Investmentbankings. Zum Beispiel in der Abwicklung klassischer Kapitalmarkttransaktionen, wie Kapitalerhöhungen mit und ohne Bezugsrecht, bis hin zur umfangreichen Strukturierung von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen, technischen Listings sowie IPOs und IBOs.

2. Wie verläuft ein „perfekter“ Börsengang?

Marco Bodewein: Ein perfekter Börsengang beginnt mit einer guten, sauberen Struktur der Transaktion und endet mit einem überzeichneten Orderbuch. Auf den Weg dazwischen kommt es neben der für die Gesamttransaktion verantwortlichen Bank auch auf die begleitenden Rechtsberater sowie Wirtschaftsprüfer an. Ein IPO ist letzten Endes trotz einer federführenden Bank ein Teamerfolg.

Ob ein Börsengang perfekt wird liegt aber auch zu einem Großteil bei den angesprochenen Investoren, welche die Aktien kaufen und dem Management des Unternehmens, welches die Story und nicht zuletzt sich selbst glaubhaft bei den Investoren präsentieren muss.

3. Wie viele IPOs erwarten Sie in 2017 In Deutschland?

Marco Bodewein: Ich bin überzeugt, dass 2017 im Vergleich zu 2016 erfolgreicher wird. Sowohl in Bezug auf die Anzahl an Transaktionen als auch auf das eingeworbene Kapital. Angesichts der großen Unsicherheit an den Kapitalmärkten waren Börsengänge in Deutschland im Jahr 2016 eher Mangelware. Für das Jahr 2017 tippe ich auf mindestens 8 Transaktionen mit einem Volumen von insgesamt 7,5 Mrd. Euro.

4. Welches Transparenzniveau empfehlen Sie für einen Börsengang?

Marco Bodewein: Diese Frage ist pauschal nicht zu beantworten. Eine solche Entscheidung sollte sich immer am Bedarf des jeweiligen Emittenten orientieren. Sowohl das neue KMU Segment im Freiverkehr der Deutschen Börse, als auch der regulierte Markt mit seinen beiden Segmenten General und Prime Standard haben ihre individuellen Vorzüge. Gleiches gilt selbstverständlich auch für die anderen Börsen in Deutschland, wie zum Beispiel der m:access der Börse München oder für den Primärmarkt der Börse Düsseldorf.

5. Welche Regionen und Branchen könnten 2017 wirtschaftlich am interessantesten werden?

Marco Bodewein: Zum Einen gilt es natürlich stets den Blick auf die USA zu richten. Der Ausgang der dortigen Präsidentschaftswahlen hat nicht nur polarisiert, sondern auch in vielerlei Hinsicht zum Nachdenken angeregt. Sollte der freie Warenverkehr tatsächlich eingeschränkt werden, könnte dies teilweise dramatische Folgen für die international tätigen US-Konzerne nach sich ziehen. Daneben dürfte die Entwicklung in Europa, beeinflusst durch Brexit, politische Wahlen und die Unsicherheiten zum Trump-Effekt in den USA die Spannung hoch halten.

Aus Branchensicht würde ich vom Gefühl her sagen, dass insbesondere zahlreiche FinTech-, Software- und MedTech-Unternehmen im Jahr 2017 den hohen Erwartungen gerecht werden und ihr Potential weiter erschließen könnten. Daneben wird es vermutlich auch wieder eine Überraschungsbranche geben, die bisher nur die wenigsten auf dem Schirm haben.

Marco Bodewein ist Vorstand der ACON Actienbank AG, München und kann eine mehr als 10-jährige Expertise im Emissionsgeschäft aufweisen. Als „Small Cap Allround-Talent“ war Bodewein in mehr als 80 Börsengängen involviert und begleitete über 120 Emissionen.

www.aconbank.de

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