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Kiew – die blühende ukrainische Metropole

Kiew – die blühende ukrainische Metropole
Foto: agustavop / iStock

In Kiew (ukrainisch Kyiv) erleben Touristen derzeit die wundersame Wirkung der Freiheit auf das kreative Leben einer Gesellschaft. Ob Kunst, Kulinarik oder Musik – alles erblüht unter den goldenen Dächern der Stadt am Dnipro.

„Ich habe viele Parks gesehen, aber nur einmal eine Stadt in einem Park: Kiew“, schrieb der berühmte amerikanische Maler Rockwent Kent nach seinem Besuch der ukrainischen Hauptstadt. Wer dem Alltagsstress entfliehen will, eine blühende kreative Szene erleben will und dazu das beeindruckende, einzigartige harmonische Bild von Natur- und Architektur in einer 3-Millionen-Metropole spüren will, ist in Kiew richtig. Kreativität in all ihren Formen, ob Musik, Kunst oder Gastronomie erlebt in dieser nachrevolutionären Zeit, in der sich vieles neu definiert und frei praktiziert werden darf, ihre Blüte. Spannende Zeiten in der Hauptstadt der Ukraine, die eine Reise wert sind. Gut ausgebildete Künstler ziehen in Kommunen zusammen, erschaffen Skulpturen, erfinden neue Stile, organisieren Ausstellungen und wirken dabei selbst mit am Aufbau einer neuen Oase, eines neuen kulturellen Zentrums im Herzen Europas.

Foto: bbibbiggonn / iStock

Ruhe ist eingekehrt



Wer zum ersten Mal in die nach Kyiv kommt, ist meist positiv überrascht. Die Kastanienbäume sind eines der Wahrzeichen der Stadt. Unten ihnen flaniert man über den Chreschtschatyk, den größten Boulevard der Hauptstadt, der besonders an Wochenenden zur belebten Fußgängerzone mit Straßenmusik wird. Wie wohl kaum ein anderer Ort der Stadt verkörpert der Chreschtschatyk unter dem farbenprächtigen Himmel das Lebensgefühl Kyivs. Und es ist ein friedlicher Himmel. Beim Bummel durch die Stadt kommt nicht einmal ein Gefühl der Unsicherheit auf.

Kiyv liegt am Dnipro, einem gewaltigen Fluss mit Inseln und zahlreichen Buchten. Das Gebiet rund um den Dnipro ist ein grünes Paradies für Spaziergänger und Naturfreunde. Und all das mitten in einer europäischen Metropole. Bereits im 19. Jahrhundert erhielt Kyiv daher den Spitznamen „Stadt der Gärten“.

Foto: okcid / iStock

Kerzen zur Erinnerung



Spricht man über Kyiv, muss man das Höhlenkloster und die Sophienkatedrale erwähnen, die beide zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Die Stadt ist reich an Museen und Sehenswürdigkeiten, es herrscht ein reiches Kulturleben. Auch ist sie bekannt für ihre zahlreichen Sportereignisse und vor allem das pulsierende, hektische Wirtschaftszenrum des Landes.

Kyiv trägt aber auch Spuren blutiger Ereignisse. Auf dem Maidan, dem Platz der Unabhängigkeit und auf der Institutska-Straße sind während der Ereignisse im Winter 2013/2014 mehr als hundert Menschen ums Leben gekommen. Dort kann man eine Kerze anzünden oder einfach nur innehalten und still derer gedenken, die hier für die Freiheit und für eine europäische Zukunft der Ukraine gestorben sind. Etwas versteckt liegt hier auch das wunderbare Restaurant „Ostannya Barricada“ (Letzte Barrikade), zu dem man nur mit einem Passwort Zutritt erhält und in dem man im stylischen Ambiente ukrainische Spezialitäten erleben und einen Eindruck der jüngsten Geschichte des Landes bekommen kann.

Eine Ausstellung widmet sich dort Devotionalien aus der Zeit der Maidan-Demonstrationen. Ein Ort der Erinnerung, aber auch ein Ort des guten Geschmacks. Kulinarisch hat die Stadt inzwischen jedenfalls viel mehr zu bieten als Großmutters Piroggen. Ein sensationelles Beispiel ist das Restaurant „Kanape“, eines der aktuell angesagtesten in Kyiv. Im Hauptsaal macht man es sich auf edlen Sofas gemütlich, während die Speisen gereicht werden. Hier steht sehen und gesehen werden im Vordergrund. Gerne zeigt sich hier die Kiyver Gesellschaft. Ein absoluter Hotspot für kreative Gaumenfreuden. Aber auch die Streetfoodkultur blüht in Kyiv und beschränkt sich hier nicht nur auf Hühnchen, Hotdogs und Schawarma.

Foto: Tamara Volodina / iStock

Immer eine Reise wert

Auf den Punkt gebracht: Kyiv ist das perfekte Reiseziel für ein Wochenende, für eine Woche oder auch länger. Der Schatz, der sich dort für Touristen entdecken lässt, ist fast unbegrenzt – und die Anreise einfach. Vom Kiyiver Flughafen „Boryspil“ kommt man mit dem Taxi (unter 10 Euro) oder mit dem Skybus (ca. 2 Euro) in die Innenstadt. Und das Hotellerieangebot in Kyiv ist so breit aufgestellt wie die Kulturszene: Von günstigen Hostels wie dem „Dream House“ bis zum stylischen, zentral gelegenen „11 Mirrors“, das nach den Vorstellungen von Wladimir Klitschko designt wurde. Von den riesigen Panoramafenstern hat man einen atemberaubenden Blick auf die Altstadt.

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