Select Page

Volvo V60 Hybrid – Nur Fliegen ist schöner

Mit dem V60 D6 Twin Engine bietet Volvo einen schicken und gleichzeitig innovativen Lifestyle-Kombi an. Der Hybridmotor bestehend aus Diesel- und Elektromotor ist einzigartig und verhilft dem eigentlich schweren Wagen auf eine grandiose Beschleunigung bei gleichzeitig niedrigem Verbrauch.

Statt Schlüssel umdrehen wird lässig der Startknopf gedrückt. Nichts – kein Brummen, kein Motorengeräusch, einfach nur völlige Stille. Vor einem taucht ein hübsch beleuchtetes E-Copckpit auf und zeigt damit, dass der Wagen startbereit ist. Nachdem der Automatikgang auf D wie Drive gelegt worden ist, kann es losgehen. Selbst jetzt kaum ein Ton, eher ein leichtes Zischen.

Ordentlich Wumms

Nur leicht auf das Gaspedal getippt und der Wagen setzt sich völlig geräuschlos in Bewegung. Nun etwas stärker draufgedrückt und alle Achtung, der Wagen hat ordentlich „Wumms“. Laut Hersteller kann er von 0 auf 100 km/h in 6 Sekunden beschleunigen. Durch den Hypridmotor, bestehend aus einem 220 PS starken Diesel-Verbrennungsmotor kombiniert mit einem 68 PS-Elektromotor, kommt der eher konservative Wolf im Schafspelz auf immerhin 288 Pferdestärken.

TOP

  • Hervorragende Fahrleistungen
  • Hochwertiges Ambiente
  • Großer Radius im Hybridmodus

Flop

  • Relativ hoher Anschaffungspreis
  • Eher kleiner Radius im Elektromodus
  • Großer Wendekreis

Mit dem weltweit ersten Diesel-Hybrid, der auch ausschließlich mit Strom betrieben werden kann, können bis zu 50 Kilometer emissionsfrei zurückgelegt werden. Eine Distanz, welche laut Volvo, über 80 Prozent der europäischen Autofahrer genügt, um ihre Alltagsstrecken zurückzulegen. Und wer meint, er ist in dem immerhin knapp über zwei Tonnen schweren Schweden-Kombi im Kriechtempo unterwegs, der irrt gewaltig. Der Wagen erreicht eine mehr als ausreichende Höchstgeschwindigkeit von bis zu 230 Stundenkilometer, selbst im reinen Elektromodus sollen es laut Tacho 120 Kilometer pro Stunde sein. Sobald die Geschwindigkeit überschritten wird, schaltet sich der Dieselmotor automatisch zu.

Zwei Tankklappen

Das auffälligste an dem mit feinster Antriebstechnik vollgestopften Hybridfahrzeug sind die zwei Tankklappen. Hinter der einen, vorne auf der Fahrerseite, befindet sich die Stromladebuchse, über die der Lithium-Ionen-Akku des Autos per drei Meter langem Kabel, von unserer Redaktion als bequem und einfach getest, an jedes Stromnetz angestöpselt und in rund 3,5 Stunden geladen werden kann. Davon hat der Wagen auch seinen Zweitnamen Plug-in-Hybrid. Hinten rechts auf der Beifahrerseite sitzt die zweite gleich aussehende Klappe, darunter befindet sich der bekannte normale Einfüllstutzen für üblichen Dieselkraftstoff.

VOLVO V60 D6 TWIN ENGINE:

Motor Fünfzylinder-Turbodiesel
Leistung (Diesel) 162 kW (220 PS)
plus Elektromotor 50 kW (68 PS)
Beschleunigung 0–100 km/h: 6,0 Sek. (Power Mode)
Höchstgeschwindigkeit: 230 km/h (Power Mode)
125 km/h (Pure Mode)
150 km/h (AWD Mode)
Verbrauch: 1,8l auf 100km
CO2-Emissionen: 48 g/km
Batterie Lithium-Ionen-Akku (50 km Reichweite)
Preis ab 58.000 Euro

 

Null Sprit bei kurzen Strecken

Für die kurze Alltagsstrecke von bis zu 50 Kilometer kann der Wagen, wie erwähnt, rein elektrisch betrieben werden und benötigt dafür überhaupt keinen Sprit. Es wäre natürlich wünschenswert, wenn der Elektroradius vergrößert werden könnte. So muss das Fahrzeug doch sehr häufig an die Steckdose gestöpselt werden. Aber auch im Hybridbetrieb ist der doch schwere Volvo überraschend sparsam. Aufgrund der 40–50 elektrischen Kilometer nennt der Hersteller einen Normverbrauch von 1,8 Litern. Das stimmt natürlich nur für die ersten 100 km. Sollte die Batterie dann leer sein, steigt der Durchschnittsverbrauch auf 5 bis 6,5 Liter. Wer es richtig krachen lässt und längere Zeit mit hoher Geschwindigkeit unterwegs ist, muss mit gut 8 bis 9 Litern rechnen.

 

Üppige Ausstattung

Wer im Volvo Platz nimmt, darf sich nicht nur über ein exklusives Ambiente, sondern auch über sehr bequeme Ledersitze freuen. Perfekt lassen die sich auf Fahrer und Beifahrer elektrisch einstellen und auch für mehrere Personen abspeichern. Daneben ist der Redaktion des Derivate Magazins der angenehme leichte Ledergeruch positiv aufgefallen. Insgesamt hinterlässt die gesamte Innenaustattung einen hochwertigen ,qualitätsvollen Eindruck. 

Schon immer als sehr sicher bekannt, kann der Volvo mit zahlreichen Sicherheitssystemen aufwarten: Bereits serienmäßig enthalten und in brenzligen Situationen vielleicht lebensrettend ist der Notbremsassistent. Dieser denkt mit und unterstützt den Fahrer, um den Aufprall im besten Fall noch verhindern zu können. Daneben gibt es ein Überschlag-, Seitenaufprall- und Schleudertrauma-Schutzsystem, eine Sicherheits-Fahrgastzelle aus Bohrstahl und diverse weitere optionale Sicherheitsvorrichtungen.
 
Ein nettes, aber auch nützliches Gimmick ist die Volvo on Cal-App. Mit dieser lassen sich der Wagen per Handy schließen, wichtige Daten wie Kilometer oder Verbrauch ablesen, aber auch die Heizung starten. Des Weiteren kann der V60 D6 Twin Engine über die App zum WLAN-Hotspot umfunktioniert werden, was manchen Mitfahrer erfreuen dürfte.

 

Fazit

Alles in allem ist der solide Schwede ein rundum gelungenes Auto. Wenn da nur nicht der hohe Anschaffungspreis wäre. Wer sich den Preis leisten kann, der darf sich darüber freuen, in einem sicheren, verbrauchsarmen und luxuriösen Wagen unterwegs zu sein. Die Redaktion jedenfalls empfand die Fahrten mit dem Testwagen durchweg als sehr komfortabel und die Abstimmung der Elektro-/Dieselmotoren als sehr gelungen.

Jetzt Newsletter abonnieren

Jetzt Newsletter abonnieren

Erfahren Sie, was wichtig ist - mit dem kostenlosen Newsletter des !derivate Magazins

Sie haben sich erfolgreich für den Newsletter angemeldet!