Select Page

Wohlklingende Wertanlage

Foto: Steinway & Sons

Die internationalen Börsen zeigen sich schwankungsanfälliger denn je. Ein Steinway steigert seinen Wert hingegen fast kontinuierlich – und sorgt nebenbei für musikalischen Hochgenuss.

Die Qualitätsvorgabe war kurz und kompromisslos: „Build the best piano possible“ – „baut das bestmögliche Klavier“, schrieb Henry E. Steinway, der eigentlich Heinrich Engelhard Steinweg hieß und im Harz geboren wurde, seinen Mitarbeitern 1853 ins Stammbuch. Nur zwei Jahre später erhielt die nach ihm benannte Firma auf der „American Institute Fair“ im New Yorker Kristallpalast die erste offizielle Anerkennung für die hohe Qualität.

Fotos: Steinway & Sons

Bis heute hat sich am Image dieses Namens unter Musikliebhabern nichts geändert: Flügel aus dem Hause Steinway & Sons sind die Aushängeschilder der Branche. Auch die Dominanz auf den Konzertbühnen ist erdrückend: Über 95 Prozent aller Solopianisten schwören bei ihren Auftritten für den zehn Zentner schweren Steinway D-274. Hochschulen und Konservatorien ziehen ebenfalls diese Instrumente vor, weil sie am strapazierfähigsten sind. „A Steinway is a Steinway and there is nothing like it in the world“, schwärmte schon Tastenlegende Artur Rubinstein. Stefan Knüpfer, Chef-Klavierstimmer von Steinway Österreich, erinnert sich in einem Interview an seine erste Begegnung mit der Edelmarke: „Ich war einmal mit meinem Vater am Wochenende in Hamburg und ich sah meinen ersten Steinway. Das war unbeschreiblich – wie pure Magie.“

Diesem Sog können sich auch gut betuchte Hobbypianisten nicht entziehen. Seit der Gründung 1853 haben die Produktionsstätten in Hamburg und New York zusammen rund 600.000 Instrumente an ihre anspruchsvolle Klientel in alle Welt verkauft. Dabei beliefert New York nord- und südamerikanische Kunden, während Hamburg für den Rest des Globus zuständig ist. Die Herstellung basiert auf der Grundlage des sogenannten „Steinway Systems“, für das die Manufaktur bis heute über 125 Patente angemeldet hat, darunter die kreuzsaitige Bespannung und das Tonhaltungspedal.

Am Ende des aufwendigen Produktionsprozesses – allein das gebogene Gehäuse besteht aus bis zu 20 Hartholzschichten – klingt kein Flügel wie der andere. „Jeder Steinway zeichnet sich durch seinen individuellen Klangcharakter aus“, sagt Günther Schlotz, Klavierbaumeister aus Stuttgart, der vor 35 Jahren bei Steinway volontierte und jeden Flügel bis ins kleinste Detail kennt. Vor allem der herausragende Klang und die Stimmstabilität haben es dem Kenner angetan. „Bei Steinway-Flügeln lohnt sich – im Unterschied zu vielen andere Marken – jede Generalüberholung“, weiß Schlotz, „sämtliche Flügel seit dem Zweiten Weltkrieg funktionieren noch heute einwandfrei.“

Steinways setzen indes nicht nur Standards in Sachen Klang, Anschlag und handwerklicher Qualität. Abseits aller musikalischer Freude sind die Meisterwerke der Handwerkskunst eine außergewöhnliche Geldanlage, die sich langfristig auszahlt. „Ein Steinway kombiniert musikalische Perfektion mit der Gewissheit des Wertzuwachses“, bemerkt Klavierbauer Schlotz, der bereits die Flügel von Tastentitanen wie Arturo Benedetti Michelangeli oder Vladimir Ashkenazy gestimmt hat: „Es ist ein Schatz, der im Lauf der Zeit an Wert gewinnt.“

Das zeigt auch eine Untersuchung des US-Wirtschaftsmagazins „Forbes“. Demnach sind Steinway-Flügel als Kapitalanlage mit Investitionen in Oldtimern, Weinen oder klassischen Yachten vergleichbar. Ein 50 Jahre alter Steinway erzielt heute Unternehmensangaben zufolge mehr als das Neunfache seines ursprünglichen Kaufpreises. Die wenig unbescheidene, aber unerschütterliche Folgerung: „Der beste Zeitpunkt, in einen Steinway Flügel zu investieren, ist somit immer derselbe: jetzt.“

Jetzt Newsletter abonnieren

Jetzt Newsletter abonnieren

Erfahren Sie, was wichtig ist - mit dem kostenlosen Newsletter des !derivate Magazins

Sie haben sich erfolgreich für den Newsletter angemeldet!