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Der große Emittenten-Check

Foto: antoniokhr /istock

Produktauswahl und Vergleiche werden für private Investoren immer wichtiger. Feingold Research prüft daher seit vielen Jahren das Angebot von Zertifikate- und ETF-Emittenten sowie von Brokern. Erfreulich ist, dass die Qualität in Sachen Preis, Webseite und Service bei vielen Anbietern in diesem Jahr zugenommen hat. Allerdings bleiben manche Unterschiede bestehen.

Wer sein Geld in die eigenen Hände nehmen möchte, kann inzwischen auf eine Vielzahl von Angeboten verschiedener Produktanbieter und Banken sowie Brokern blicken. Neben grundsätzlichen Überlegungen, wie etwa die Aufteilung zwischen Risiko und Sicherheit, spielt auch das Produkt sowie der dazugehörige Service oder der Webauftritt für viele aktive Anleger eine große Rolle. Hier erfahren Anleger nicht nur Neuigkeiten oder aktuelle Preise zu ihren Wertpapieren, sondern können die verschiedenen Angebote nutzen. Da ist zum einen die Webseite, aber auch Apps, Blogs, Webinare oder Messen gehören zum Angebotsspektrum der Emittenten. Da jedes Jahr etwas Neues hinzukommt, lohnt sich ein regelmäßiger Blick auf die Seiten der unterschiedlichen Emittenten sowie den Dienstleistern wie Banken und Brokern. Feingold Research hat daher auch in diesem Jahr die bedeutendsten Akteure unter die Lupe genommen, bewertet, Noten vergeben und eine Rangliste für verschiedene Bereiche aufgestellt. Im ersten nun folgenden Teil werden Zertifikate- und ETF-Emittenten bewertet, in der nächsten Ausgabe von Derivate! dann die unterschiedlichen Broker und Social-Trading-Anbieter. Wir sind bei der Beurteilung einheitlich vorgegangen und haben neben der Bewertung der Homepage sowie den dazugehörigen Dienstleistungen auch Probekäufe und -trades von Produkten unternommen, um die Handelsqualität zu beurteilen (siehe Vorgehensweise im Kasten rechts). Bei vielen Anbietern hat es Fortschritte im Vergleich zum Vorjahr gegeben, auch wenn auf den vorderen Plätzen wieder viele der üblichen Verdächtigen zu finden sind. Vielleicht ist dies ein Ansporn für die dahinter platzierten, ihren Service noch weiter auszubauen. So war in diesem Jahr schon Platz drei bei den Zertifikate-Emittenten hart umkämpft.

Das Rennen um den besten Zertifikate-Emittenten 2017 war am Ende ebenfalls ein Kopf-an-Kopf-Rennen zweier alteingesessener Banken am Zertifikatemarkt. Doch auch zahlreiche andere Institute haben einiges in Sachen Internetauftritt, Produktangebot und -qualität sowie Service zu bieten. Diese Kategorien wurden ausführlich bei allen Anbietern geprüft. 2017 konnten wir bei Feingold Research erneut merkliche Veränderungen in der Finanzbranche feststellen.

Gebühren sind nicht alles
So haben einige Emittenten ihr Angebot weiter ausgebaut und vor allem die Sektoren Service, Produktangebot aber auch Nutzbarkeit für den Kunden verbessert. Es sind mittlerweile viele Apps im Angebot, mit denen aktive Trader Hebelprodukte suchen und handeln können, und sich kostenfrei über Marktbewegungen und Chancen informieren können. Gleichzeitig ist uns aufgefallen, dass grade im Bereich der Onlinebroker viele Angebote an sogenannte Starpartnerschaften gekoppelt sind. Hierbei gilt es für den Privatkunden genau hinzuschauen, denn mitunter handelt es sich bei den Aktionen um Milchmädchenrechnungen. Die Versuchung ist groß, nur auf die Gebühren zu schauen und nicht auf die Preise des jeweiligen Papiers.

Blickt man auf das Serviceangebot für den Kunden so taten sich 2017 vor allem Unicredit und Vontobel hervor. Vontobel brachte mit einem Partizipationszertifikat auf Bitcoin vermutlich die Innovation des Jahres hervor. Ihre starke Marktposition im Bereich Service und Webseite haben Commerzbank, BNP Paribas, Deutsche Bank oder auch die Citigroup behauptet. Webinare, Optionsscheinrechner, Servicebroschüren aller Art, Realtimekurse oder eine lange Handelbarkeit über den Handelstag hinweg gehören zum Standardservice. Wer seine Apps oben drauf packt oder spezielle Tools anbietet, der glänzt im besonderen Maße. Zu diesen Aspekten zeigen wir in unserem Vergleich en Detail wo die Reise hingeht.

So sehen Sieger aus
Im vergangenen Jahr belegte der Auftritt der Commerzbank in unserem Anbietercheck den zweiten Platz hinter der Präsenz der BNP Paribas. In diesem Jahr ist es umgekehrt: Commerzbank knapp vor BNP. Wir hatten Umfang, Produktangebot und Information positiv hervorgehoben. Diese Stärken hat man beim letzten Relaunch der Seite beibehalten, in Sachen Optik und Benutzerfreundlichkeit jedoch einen großen Schritt nach vorne gemacht sowie bei der Responsiveness der Seite. Sie wirkt auf allen Geräten jetzt optisch deutlich frischer, der Gesamtauftritt überzeugt. Damit gehört die Seite zu den Besten im Bereich Auftritt und Optik.

Zu den Einzelheiten: Die App überzeugt weiterhin und hebt sich unter den Applikationen am Markt besonders positiv hervor. Hervorzuheben ist außerdem die Kursauswahl auf der Startseite, bei der man als Nutzer seine individuelle Konfiguration speichern kann. Anleger wissen also beim Laden der Startseite direkt wie es um ihre Werte im Depot steht. Diese Personalisierung ist für uns ein echter Mehrwert. Darüber hinaus findet man zahlreiche Analysen.

Etwas Nachholbedarf besteht im Bereich „Webinare“ Hier könnte von extern mehr Input und Mehrwert für die Nutzer zur Verfügung gestellt werden. Dafür bietet man in Kooperation mit „Der Aktionär“ börsentäglich das „Ideas Daily TV an“. Hier werden Anleger in knapp zehn Minuten über die wichtigsten Marktereignisse informiert und finden unter der Rubrik „Marktidee“ einen spannenden Basiswert. Die Marktübersicht überzeugt. Auf einen Blick hat man als Privatanleger alle wichtigen Kurse und Infos zu Aktien, Rohstoffen, Devisen und Co. Das Produktangebot der Commerzbank ist traditionell sehr breit und gut.

Auch im Kleinen gepunktet
Unter dem Reiter „Aktuelles“ findet man zahlreiche Analysen, darunter tägliche Einschätzungen zu Devisen, Rohstoffen und aus dem Bereich „Technische Analyse“. Mit einem Kalender werden Anleger über die wichtigsten Wirtschaftstermine informiert. Innovativ ist der WhatsApp-Newsletter, mit dem sich Nutzer wichtigen Marktinfos und Breaking-News kostenfrei auf ihr Smartphone senden lassen können. Im Wissensbereich ist man sehr breit aufgestellt. Es gibt Information zu Hebel- wie Anlageprodukten. Mit dem Trader 2016 bot man zuletzt ein jährliches Börsenspiel an. Fans der Technischen Analyse kommen in der „Chart-Schule“ auf ihre Kosten.

Für Rohstofffans bietet man Infos wie Verfallstermine bei Rohstoffen an. Wann wird welcher Rohstoff „gerollt“ und wann kann man was handeln? Dazu findet man unter „Aktuelles“ die zahlreichen Neuemissionen. Positiv fällt auf, dass man diese Informationen zwar findet, diese aber nicht zu sehr im Fokus steht. Auf einen Blick hat man die meistgehandelten Basiswerte und Produkte. Dieses Angebot fällt jedoch unter die Kategorie „Nutzwert“, wodurch man sich von dem werblichen Angebot abhebt, was man von vor allem bei den Landesbanken findet. Insgesamt wirkt die Seite aufgeräumt und nicht überladen. Die wichtigen Informationen und Angebote findet man schnell.

In diesem Jahr muss sich der Vorjahressieger BNP Paribas knapp geschlagen geben. Die Franzosen verdienen sich dennoch sehr gute Noten mit einem gelungenen Komplettparket, bei dem uns im Besonderen die Webseite in den Punkten Aufmachung, Handhabung und Informationsangebot überzeugen konnte. Auch die App überzeugt durch eine schlanke Funktionalität und gute Individualisierung. So kann man den SDAX-Wert neben den großen DAX in die Übersicht packen und ist perfekt informiert. Gleich sechs tägliche Newsletter zu verschiedenen Basiswerten lassen sich abonnieren oder einzeln herunterladen. Hier gibt es einen Mix aus Charttechnik, anstehenden Terminen sowie fundamentaler Einordnung.

Ebenfalls gelungen ist die sehr ausführliche Realtime-Kursliste, die über die Startseite erreichbar ist. Neben klassischen Basiswerten lassen sich auch die Kurse von MDAX, SDAX oder TecDAX sowie Rohstoffen anzeigen. Von hier geht es auch direkt per Klick zu den passenden Produkten. Alternativ kann man natürlich die klassische Produktsuche starten und mit verschiedenen Parametern aus rund 75.000 Produkten eingrenzen. Praktisch ist die Auswahl nach Themen, Branchen sowie Ländern. Hat man sich für ein Produkt entschieden, kann man sich direkt von der BNP Seite zum Broker weiterleiten lassen. Mit guter Übersichtlichkeit und Bedienung sowie sehr breitem Informationsangebot landet BNP Paribas auf dem Treppchen.

Viele „X-“, aber keine Fragezeichen
Die Seite von X-markets wurde vor kurzem einem Relaunch unterzogen – und der hat sich gelohnt. Die Oberfläche wirkt edel, ist klar strukturiert und bietet einen schnellen Marktüberblick. Neben jedem Basiswert gibt es im Überblick eine Schnellsuche. Einen eigenen Menüpunkt Produktsuche gibt es nicht, direkt auf der Startseite sind die zahlreichen angebotenen Produktkategorien aufgelistet. Die Suche ist etwas komplex und könnte optisch etwas ansprechender sein, wer jedoch häufig X-markets-Produkte handelt, wird sich schnell zurechtfinden. Eine Liste an Top-Basiswerten wäre nützlich. Es gibt jedoch die Möglichkeit einer Weiterleitung zum eigenen Broker.

Das Produktangebot ist weiterhin breit. Hier bietet X-markets häufig Produkte auf Werte in der zweiten oder gar dritten Börsenreihe. Die News-Übersicht ist umfangreich und lässt sich wie der Finanzkalender gut filtern. Bei den Tools findet man Rechner zu verschiedenen Produktkategorien, wie Optionsscheinen oder Discount-Zertifikaten. Als Innovation ist der Absicherungsrechner hervorzuheben. In diesem Jahr kam es wie von vielen Experten befürchtet zu saisonalen Rücksetzern, die oft mit der Ferienzeit korrelieren. Mit dem Absicherungsrechner kann man sein Depot quasi „urlaubsfest“ machen.

Ebenfalls sehr nutzwertig ist der Tradingdesk, mit dem sich Anleger einen schnellen Marktüberblick verschaffen können und mit wenigen Klicks die passenden Anlageprodukte finden. Unter Wissen und Academy erwartet den Anleger Informationen zu zahlreichen Basiswerten und Produkten. Interessant ist die Academy, bei der das Handeln im Vordergrund steht. Von Grundsätzlichen Fragen wie der Eröffnung des Depots bis hin zu Wissen für Fortgeschrittene und Handelsstrategien. Abgerundet wird das sehr umfangreiche Angebot mit Videos von den X-perten, dem monatlichen „X-press Magazin“ und verschiedenen Newslettern. Die umfangreichste Seite im Test – mit leichten Schwächen und vielen Stärken.

Onemarkets/UniCredit
Der Onlineauftritt von Onemarkets kommt mit einem Relaunch und einigen Änderungen daher. Vor allem die Produktsuche wurde deutlich verbessert, wirkt an der einen oder anderen Stelle jedoch noch ein wenig „hakelig“. Sucht man nach einem bestimmten Produkt via WKN oder ISIN spuckt das Suchergebnis auf der Suchseite einige Basisinfos raus, von der man dann per Klick auf die Detailseite gelangt. Unserer Meinung nach Geschmacksache, den zusätzlichen Klick könnte man sich sicherlich auch sparen.

Aufgefallen ist uns die Produktoffensive in Sachen Inline-Optionsscheine. Hier ist Onemarkets vor allem bei DAX-Optionsscheinen Preisführer im Markt und verfügt darüber hinaus über ein sehr breites Angebot. Ebenfalls sehr kostengünstig ist Onemarkets bei Discount-Optionsscheinen mit kurz- und mittelfristigen Laufzeiten, einzig bei Papieren mit längeren Laufzeiten könnte man sowohl in der Breite als auch in der Tiefe besser aufgestellt sein.

Sehr gut gefallen haben uns auch die Tools auf der Website, von denen wir besonders das TradingDesk hervorheben wollen. Diejenigen, die sich gerne mit Charttechnik beschäftigen, finden hier so ziemlich alles was das Trader-Herz begehrt. Daneben gibt es noch eine sehr übersichtliche Knock-Out-Map und eine Übersicht über alle verfügbaren Basiswerte.

Ebenfalls sehr überzeugt waren wir auch vom Blog, der über eine eigene Landingpage verfügt. Hier finden sich vielfältige Kommentare und Analysen zum aktuellen Geschehen auf den Märkten und einem guten Webinarangebot, dazu wieder allerlei Charttechnik als gute Ergänzung zum TradingDesk.

Insgesamt gefällt uns die Website von Onemarkets gut und wir müssen schon ein wenig suchen um kleinere Kritikpunkte zu finden. Im Vergleich zur Konkurrenz (zum Beispiel Société Générale) ist die Hebelproduktsuche etwas langsam und das „Knock-out-Universum“ könnte etwas besser werden. Dennoch: Durch die verbesserten Bedienungsmöglichkeiten und den Ausbau des Serviceangebots ist der Auftritt von Onemarkets sehr gelungen. Wir vergeben insgesamt eine 2 – unser Aufsteiger 2017.

Vontobel
Optisch heben sich die Schweizer von Vontobel deutlich von der Konkurrenz ab. Die Seite wurde neugestaltet und hält sich in beige, mit bunten Akzenten. Wir finden, edel und sehr gelungen. Bei Vontobel setzt man neben der klassischen Webseite ebenfalls auf eine App, die sich sehr durchdacht präsentiert. Die Newspräsentation, die man in Form, Aktualität und Inhalt hervorheben kann, ist sehr gelungen. Diese sind ein Mix aus Recherche und Anlageideen, auch weiterführende Informationen zum Bitcoin. Für ein ehemaliges kleines Zertifikatehaus präsentiert man sich damit sehr innovativ und bietet den Anlegern ein gutes Angebot. Daher haben sie verdient die Kategorie Service knapp gewonnen.
Citigroup
Die Citigroup kann ebenfalls einige Nachbesserungen vorweisen, aber dazu später mehr. Beginnen wollen wir erneut mit den Dingen, die uns positiv ins Auge gefallen sind.

Ein ganz dickes Plus der Citi ist sicherlich der Blog, der über eine eigene Landingpage verfügt. Der Blog ist sehr schön gestaltet, viele Bilder machen das ganze sehr ansprechend, ohne dass darunter die Übersichtlichkeit leidet. Zahlreiche aktuelle Themen zu verschiedenen Basiswerten werden aufgegriffen und sinnvoll mit Trading-Tipps ergänzt. Zusätzlich finden sich stets die aktuellen Webinar-Aufzeichnungen von „Märkte am Morgen“ auf der Seite. Gemeinsam mit dem Blog von Onemarkets stellt der Citi-Blog unserer Meinung nach die Benchmark in Sachen Blogging dar.

Aber nicht nur der Blog weiß zu überzeugen, auch die Schnellsuche wurde weiter optimiert und angepasst. Die Suchfunktion bietet die Möglichkeit zunächst nach einem Basiswert und anschließend nach der gewünschten Produktgattung zu suchen. Einfacher geht es nicht, alle gängigen Produktgattungen sind sauber aufgeschlüsselt, untereinander gut strukturiert und somit schnell zu erreichen.

Zu den Produkten: Nachgebessert wurde zu Beginn des zweiten Halbjahres besonders im Bereich der Optionsscheine und der Turbos. Hier muss aber mal festgehalten werden, dass alle Häuser im ersten Halbjahr 2017 Probleme mit der Kursstellung und dem Angebot auf Knock-out-Papiere auf US-Aktien hatten. Dies liegt vor allem an der Dividendenproblematik und an der steuerlichen Behandlung dieser Papiere. Die Schweizer Institute haben sich daran nicht gestört und dennoch Zertifikate angeboten. Aber man kann den anderen Emittenten dies nicht vorwerfen, zu groß war einfach die Unsicherheit in der Behandlung dieser Thematik.

Insgesamt ist die Auswahl an Produkten weiterhin groß. Als kleiner negativer Punkt müssen wir jedoch feststellen, dass exotische Optionsscheine bei der Citi fehlen. Unter Tools finden interessierte Anleger eine Produktmatrix, zu der zu jedem Basiswert übersichtlich Knock-outs und Optionsscheine dargestellt werden. Jeder der auf ein offensives Trading aus ist, wird hier abhängig von der Laufzeit sein Produkt finden.

Ebenfalls sehr gut gefallen hat uns die Rubrik „Wissen“. Neben einer kleinen Reihe „Das 1×1 der Optionsscheine und Zertifikate“ findet sich dort eine gute Erklärung zum Thema „Investieren in Rohstoffe“. Kurz und knapp erklärt, sehr gut geeignet für Anfänger unserer Meinung nach. Im Glossar werden darüber hinaus noch einmal alle gängigen Begriffe des Tradings erklärt.

Weitere News und Publikationen, Chartanalysen und vor allem die aktuellen Webinar-Termine und die dazugehörigen Aufzeichnungen finden sich unter dem Reiter Service. Auch hier gehört das Angebot der Citi sicherlich zu den guten am Markt.
Insgesamt ist die Seite der Citi weiterhin sehr gelungen, kleine aber feine Verbesserungen bringen die Seite insgesamt ein wenig weiter nach vorne. Sollte sich die Citi jetzt noch entschließen, eine mobile Version ihrer Seite auf rauszubringen, wir wären hellauf begeistert. Unter Berücksichtigung einer fehlenden App, lautet unser Gesamtergebnis daher insgesamt „3+“

HSBC
Die HSBC landet erneut im Mittelfeld, auch wenn uns viele Dinge bereits ziemlich gut gefallen. Die Startseite wirkt auf den ersten Blick sehr aufgeräumt und man findet sich intuitiv zurecht, auch wenn die drei dominierenden Fenster mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten (Faktorzertifikate, Daily Trading etc.) sicherlich Geschmacksache sind. Über die fixierten Reiter in der Kopfzeile lässt es sich kinderleicht zwischen Produkten, Marktnews und der Rubrik „Wissen & Tools“ navigieren. Aber die Seite lädt auch zum Stöbern ein, findet sich auf der Startseite beim scrollen bereits eine breite Auswahl an Themen.

Das Produktangebot ist nicht überragend aber mit handverlesenen Produkten gut durchdacht (eine Put/Call Ratio unterteilt sogar nach 3 verschiedenen Zeiträumen). Gut gefallen hat uns auch Produktauswahl auf Öl, das gerade in Korrekturphasen letztes Jahr für einige Anleger sehr interessant gewesen ist. Beim Produktangebot gibt es insgesamt jedoch Anbieter die „stärker“ sind, aber viele der gängigen Basiswerte sind verfügbar. Vor allem im Brot und Buttergeschäft mit Anlagezertifikaten und Hebelprodukten im Bereich Optionsscheine und Knock-outs ist man gut vertreten. Bei der Preisstellung schneidet man insgesamt etwas schlechter ab.

Der Bereich „Märkte und Analysen“ bietet wie der Name bereits sagt allerlei Analysen und Nachrichten zum Börsengeschehen. Sicherlich ein Highlight: die großen Charts und Analysen von Jörg Scherer. Auch hat uns der Trendkompass gut gefallen, mit der Anleger Trends am Aktienmarkt bereits frühzeitig erkennen können. Einzig die Rubrik „Video“ könnte ein wenig aufgeräumter und zusammengefasst sein. Hier ist das Angebot ein wenig kleinteilig und unübersichtlich.

Im Wissensbereich finden sich fast schon klassisch einige Erklärungen zum Trading für Anfänger und Fortgeschrittene. Ganz originell: Die Rubrik „Börsengurus“, bei der einige der bekanntesten Trader vorgestellt werden. Allerdings fraglich wer sich wirklich die Zeit nimmt und die teilweise sehr biographischen Texte zu Ende liest. Hier sehen wir etwas Einsparpotential, was man gegebenenfalls in den Bereich Tools stecken könnte: Hier findet sich lediglich ein Aktien- und Open-End-Knock-out-Rechner – da gibt es sicherlich bessere Angebote. Positiv aufgefallen ist uns die optimierte Mobilfunktion. Diese wirkt ebenfalls sehr aufgeräumt, alles ist da und dort wo es hingehört. Insgesamt sehr ansprechend.

Alles in allem ist der Onlineauftritt von HSBC eine runde Sache. Die Seite ist optisch modern gestaltet und weiß durch eine einfache Menüführung zu überzeugen. Punktabzug gibt es für das vergleichsweise schmale Produktangebot, auch die News Funktion ist bei manchen Konkurrenten wesentlich ausführlicher. Punkten kann HSBC hingegen mit der Mobilversion. Insgesamt vergeben wir die Note 3+.

Société Générale
Bei der Société Générale gibt es keine wesentlichen Änderungen im Vergleich zum Vorjahr. Die Seite kommt gewohnt nüchtern daher und wirkt ein wenig aus der Zeit gefallen – insbesondere im Vergleich zum Auftritt von Onemarkets oder HSBC. Hier wäre unserer Meinung nach ein Relaunch fällig. Andererseits ist die Seite aufgeräumt und man findet sich intuitiv über die Kopfleiste zurecht.

Die Produktsuche ist ebenfalls gut uns lässt sich über das Drop-Down-Menü entsprechend einschränken. Bei der Suche mit der WKN oder ISIN wird man direkt weitergeleitet zum entsprechenden Produktinformationsblatt. Hier ist uns allerdings als kleiner Negativpunkt aufgefallen, dass vereinzelte Informationsblätter nicht aufrufbar waren.

Die Seite verfügt weiterhin über ein großes Produktangebot über alle verschiedenen Produktklassen hinweg. Bei Knock-outs und Optionsscheinen ist uns ein klarer Sprung zum Vorjahr zu erkennen, hier ist die Société Générale nun deutlich besser aufgestellt. Bei „Exoten“ ist man weiterhin vorne dabei hat das Angebot noch einmal ausgebaut, zu erwähnen sind hier besonders die Stay-low/high-Optionsscheine auf Währungen und Inliner auf US-Aktien. Als einziger Anbieter auf dem Markt bietet die Société Générale darüber hinaus Discount-Optionsscheine auf die Vola an. Bei Memory Express-Zertifikaten ist die Produktpalette im Vergleich zum Vorjahr nicht mehr so üppig bestückt, hier könnte wieder ein wenig mehr kommen.

Ein Pluspunkt der Société Générale ist die Verfügbarkeit einer mobilen Version. Auch diese ist allerdings sehr nüchtern und verfügt über die gleiche Newsübersicht wie auf der Desktop Version. Die Produktsuche auf der ersten Ebene funktioniert recht gut, auf der zweiten Ebene (mit Filter) wird es allerdings sehr kleinteilig und etwas anstrengend, die Daten einzustellen, insgesamt eine „3+“.

Deka Bank
Die Seite ist auf das nötigste reduziert, es gibt keine App, kein Blog und die Zertifikate-Kolumne ist sehr werblich. Seite wirkt wie Werbeprospekt und nicht wie ein nachhaltiges Informationsportal. Nur Werbung für Anleihen und Zeichnungsprodukte. Der Mehrwert geht gegen Null im Gegensatz zu anderen Zertifikate-Emittenten. Optisch wirkt sie wie eine Sparkassen-Seite, bieder und langweilig – Note 4.
Auch in diesem Jahr fallen die Deka Bank und die Landesbanken beim Test durch. Das Angebot ist sehr spärlich und auch in der Darstellung etwas zu werblich. Die Seiten laden nicht zum Verweilen ein – ganz im Gegensatz zu den anderen Anbietern.
So haben wir getestet
Bewertet wurden Zertifikate- und ETF-Emittenten, ihr Internetauftritt, der Handel in den Produkten sowie die Serviceleistungen. Durchgehend bis zum September wurden alle unter die Lupe genommen. Anschließend haben wir die unterschiedlichen Kriterien wie etwa die Produkt- und Webinar-Angebot oder die Tools in den einzelnen Kategorien wie etwa die Webseite bewertet, in dem wir ganze und halbe Schulnoten von 1 bis 6 vergeben haben. Anschließend wurden für die einzelnen Kriterien und dann für die Kategorien Noten vergeben sowie final für den gesamten Emittenten-Check über alle Kategorien hinweg. So gibt es neben einem Gesamtsieger des Emittenten-Checks auch Sieger in den einzelnen Kategorien. Die Vorgehensweise war dabei sehr unterschiedlich. Viele, aber nicht alle Informationen konnte man der Homepage entnehmen, bei der Produktbeurteilung zum Beispiel reichte es uns nicht, nur die Preise zu vergleichen. Wir haben auch regelmäßig verschiedene Produkte ge- und verkauft sowie Beschwerden bei Börsen (wie etwa gettex), nämlich von ihren Handelsüberwachungen, in die Gesamtbeurteilung einfließen lassen.
ETF-Emittenten im Check
Auch in diesem Jahr hat Feingold Research wieder die ETF-Anbieter hierzulande genau unter die Lupe genommen. Schließlich werden diese Produkte von immer mehr Anlegern eingesetzt, denen eine zunehmend größere Auswahl an neuen Anbietern am Markt zur Verfügung steht. Wir haben das Produktangebot, die Preisstellung und das Informationsangebot der verschiedenen Emittenten miteinander verglichen. Dafür kamen allerdings nicht alle ETF-Anbieter für den Check infrage, sondern nur diejenigen, die einen starken Fokus auf deutsche Privatkunden legen und auch eine deutsche Webseite haben.

ETFs sind börsengehandelte Indexfonds, die einfach konstruiert sind. Sie bilden die Wertentwicklung des zugrundeliegenden Index möglichst nah ab. Wer aber ins Detail schaut, stellt schnell fest, dass die Ausgestaltung viele Aspekte umfassen kann. Umso wichtiger ist eine benutzerfreundliche Produktsuche auf den Internetseiten der Anbieter. Denn ein ETF kann in verschiedene Aspekte unterteilt werden, etwa voll-replizierend oder synthetisch, mit und ohne Wertpapierleihe, Währungsabsicherung oder Dividendenausschüttung. Außerdem bieten ETF-Emittenten inzwischen eine ganze Reihe von Basiswerten an, auf die sich die ETFs beziehen. Die Auswahl reicht von Aktien bis zu Zinspapieren. Es lohnt sich also, genau hinzuschauen. Wie bei unseren anderen Checks üblich, wurden halbe und ganze Schulnoten für die einzelnen Kategorien vergeben. Dabei hat das Rennen um den Gesamtsieg in diesem Jahr einen knappen Ausgang genommen. Drei Emittenten haben sich mit ihrem Auftritt, Produktangebot und -preisen besonders hervorgetan. Die Unterschiede zwischen ihnen sind daher nicht sehr groß.

And the Winner is ...
der Titelverteidiger. Der französische ETF-Anbieter Lyxor konnte auch in diesem Jahr knapp gewinnen. Die Homepage ist übersichtlich gestaltet und hat inhaltlich im Vergleich zu den anderen Emittenten das meiste zu bieten. Nicht nur ein Quartalsmagazin ist bei Lyxor zu finden, ebenso bietet die Plattform sehr umfangreiche Informationen zu den einzelnen Produkten. Außerdem ist man Vorreiter bei vielen Trends gewesen und bietet eine Fülle von ETFs an. Dabei werden die Bereiche Aktien, Anleihen und Rohstoffe, als auch Anlagestile wie Smart-Beta oder Nachhaltigkeit, abgedeckt. Zuletzt wurde ein ETF speziell auf japanische Dividendentitel aufgelegt, der so noch von keinem europäischen Anbieter angeboten wird. Abzüge gab es allerdings aufgrund der fehlenden Webinare, die übrigens auch viele andere ETF-Emittenten nicht anbieten. Hier wird ein großer Unterschied zu den Zertifikate-Emittenten deutlich, die fast alle diesen Service anbieten. Um Anleger zu informieren stellt Lyxor aber reichlich Videomaterial zu aktuellen Themen zur Verfügung. Produktneuigkeiten sind schnell zu finden und auch die sonstige Menüführung ist sehr intuitiv.

Aber nicht nur beim Angebot ist Lyxor unter den besten Anbietern zu finden, sondern auch bei der Preisstellung. Bei vielen ETFs gehört der französische Anbieter im jüngsten 1-Jahres-Performancevergleich zu den Top-Anbietern. Der MSCI World-ETF, der MSCI USA und der MSCI All Country World-ETF von Lyxor sind, gemessen an der Performance, die besten hierzulande angebotenen Indexfonds. Auch beim EuroStoxx 50, beim MSCI Emerging Markets, beim S&P 500, beim Stoxx Europe 600 sowie beim MDAX ist Lyxor unter den Top 3 Anbietern zu finden. Im Dividenden- und Income-Bereich kann sich die Performance ebenfalls sehen lassen.

Schöner Auftritt
Ein sehr modernes Aussehen, mit vielen hochauflösenden Bildern, hat die Homepage von iShares. Anleger finden sich durch eine knapp gehaltene Menüführung schnell zurecht. Wenige Reiter sorgen für Übersichtlichkeit. Inhaltlich deckt iShares zahlreiche Themen ab, auch wenn andere ETF-Emittenten eine größere Themenvielfalt haben. Gut sortiert lassen sich zu den Themen PDF-Broschüren herunterladen, sowie Details zum dazugehörigen Produktangebot. Ein Pluspunkt sind die Webinare, die allerdings unregelmäßig stattfinden. Anleger müssen hier schon regelmäßig die Homepage besuchen, um die Informationen zu bekommen. Bei der Suche nach Informationen ist man allerdings auch schon mal hängengeblieben und hat die Fehlermeldung „Inhalte nicht gefunden“ bekommen. Das sorgt für Verwirrung auf einer sonst sehr attraktiv gestalteten Seite. Schön gemacht ist die Landkarte mit den Ereignissen und geopolitischen Risiken. Als Marktführer hierzulande gehören die iShares-ETFs in vielen Kategorien zu den größten und liquidesten Indexfonds. Bei der aktuellen 1-Jahresperformance ist die Zuordnung nicht ganz so eindeutig. Die Spitzenposition hat man etwa bei ETFs auf den EuroStoxx 50, den EuroStoxx Dividendenindex und auf den Stoxx Europe 600 inne sowie bei manchen anderen Dividenden-ETFs. Dagegen konnten aber nur wenige andere Podiumsplätze gewinnen, etwa ein dritter Platz beim DAX.
Neue Homepage bei Xtrackers
Die Deutsche Asset Management hat ihre Xtrackers Homepage einem Facelift unterzogen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: ansprechende, klare Bilder sowie eine übersichtliche Menüsteuerung. Nicht jedem dürfte der in vielen dunklen Farben gewählte Auftritt gefallen, dafür sind spielerische Elemente eingebaut wie etwa ein sich drehendes Kugelbild mit verschiedenen Motiven, die zu wichtigen Themen von Xtrackers führen.

Auf den ersten Blick sehen Interessierte die Neuigkeiten und die Topperformer, auch die Produktübersicht und die Unterkategorien runden einen gelungenen Auftritt ab. Allerdings gab es auch Schwachpunkte zu entdecken. Bei den fehlenden Webinaren unterscheidet man sich gar nicht so sehr von anderen Anbietern, allerdings haben wir Minuspunkte verteilt, weil beim Morningstar-Rating das Ranking nicht wählbar ist. Hier gilt es, bei den Details nachzubessern, der Vergleich ist lohnenswert. Beim Performancevergleich weiß Xtrackers wie die beiden Erstplatzierten zu überzeugen. Beim Indien-ETF und auf den MSCI EMU hat man sogar die Nase vorn. Bei Brasilien, dem EuroStoxx Dividendenindex, Stoxx Europe 600 und beim MSCI ACWI wurde die zweitbeste Performance erzielt. Insgesamt eine gute Bilanz, die Xtrackers insgesamt auf den dritten Gesamtplatz gehoben hat.

Amundi mit guter Performance
Auf Platz vier haben wir Amundi bewertet. Zwar ist ihre Webseite sehr funktional, aber optisch doch um einiges zu verbessern. Die Startseite ist ebenfalls verwirrend, hier muss viel geklickt werden, um ans Ziel zu gelangen. Die Produkte sind nicht einfach zu finden, dafür ist das Angebot vielfältig. Funktionalität und Performance haben daher Franzosen gerettet. So schafften sie beim MSCI Emerging Markets und MSCI Japan den Sieg in der Performancerangliste und darüber hinaus bei anderen ETFs jeweils drei zweite und dritte Plätze.
Comstage
Die Seite Comstage der Commerzbank bietet mit aktuell 111 ETFs ein vielfältiges Angebot. Auf den ersten Blick ist die Übersicht allerdings nicht so übersichtlich wie bei anderen Häusern. Durch Nutzung der verschiedenen Filter, können sich Anleger jedoch ein schnelles Bild über das Angebot verschaffen. Über die Kategorien Regionen, Basiswert und Strategien wird schnell deutlich, dass hauptsächlich europäische und weltweite Fonds auf Aktien existieren. Hinsichtlich der Strategie lassen sich diese zusätzlich in Long, Short oder gehebelt filtern, was sehr nützlich ist. Lobenswert ist auch die Aufnahme von aktuellen Themen auf der Startseite.

Bei der Performance kann Comstage teilweise mithalten, immerhin gelang in diesem Jahr beim DAX der Sprung auf Platz 1. Im Gegensatz dazu bietet das Asset Management der BNP Paribas eine geringere Auswahl an ETFs. Mit einem Angebot von aktuell lediglich 42 Fonds, können Anleger hauptsächlich in die Basiswertkategorie europäische Aktien investieren. Mit nur einem Anleihen-, vier Renten-ETF und zwei ETFs auf Rohstoffe sind zwar alle wichtigen Anlageklassen abgedeckt, eine große Auswahl bietet sich dem Anleger jedoch nicht. Die Übersichtlichkeit der beiden Plattformen, der Commerzbank und der BNP Easy ETF, sind von ähnlicher Qualität.

Über die Produktdetailseite der einzelnen Fonds finden Anleger sowohl bei der Comstage als auch bei der BNP Paribas schnell Informationen über die laufenden Kosten. BNP Paribas bietet dabei aber den Vorteil bereits über die Filterfunktion „kumulierte Performance“ die jeweiligen Fonds miteinander anhand ihrer 1-Jahres-, 3-Jahres- und 5-Jahres-Performance zu vergleichen. Wer nun noch einen Klick weiter geht, bekommt auf der Produktdetailseite einen Vergleich der Wertentwicklung der jeweiligen Anteilsklasse nach Abzug der Gebühren mit der des Referenzindizes. Eine solche Darstellung lässt die Seite der Commerzbank vermissen.

Performance vor Kosten
Auf den hinteren Plätzen landen die UBS und die Deka Bank. Die UBS hat zwar eine optisch schöne Seite, aber die Funktionalität lässt zu wünschen übrig und die Seite wirkt daher leicht unübersichtlich. So konnten bestimmte ETFs nur sehr schwer gefunden werden. Das Spektrum der Anlagethemen war dagegen gut, genauso wie das Angebot mit mehr als 200 ETFs.

Bei der Deka ist das Angebot ähnlich wie bei BNP überschaubar, alles passt auf eine Unterseite. Im Vergleich zum Vorjahr werden allerdings kaum Fortschritte erkennbar, der Auftritt bleibt optisch auch im Sparkassen-Look. Nach wie vor wird ein Newsletter angeboten sowie einige Tools. Eine Mediathek mit einigen Clips zu verschiedenen ETF-Themen gibt es auch. Immerhin schaffte die Deka mit ihrem MDAX-ETF Platz 1 bei der Performance. Insgesamt bieten die Internetauftritte der ETF-Emittenten einiges an Informationen und Angeboten für Privatanleger. In einigen Fällen dürften die Benutzerfreundlichkeit und die Aufbereitung der Informationen allerdings noch verbessert werden. Auch die Preisunterschiede sind häufig bei gleichen Basiswerten nicht besonders groß, zumindest unter den besten Emittenten. Aber je nach Investition und Anlagedauer können die Unterschiede gewaltig sein, daher lohnt sich ein Performancevergleich. Die Kosten sind bei der Auswahl auch ein Thema gewesen, doch in der Performance spiegeln sie sich wider, weshalb dieser Vergleich auf der Produktseite im Mittelpunkt steht.

Auch Apps wurden getestet

Apps – mancher Nutzer verbringt sein halbes Leben mit den kleinen Icons auf dem Smartphone, die von Kochrezepten über Fußball-Tipps bis Finanzgeschäften nahezu alles ermöglichen. Mittlerweile ist die Meinung bei Marketingleuten jedoch im Wandel. Der Tenor: Nicht jedes Geschäftsmodell, nicht jeder Anbieter braucht eine App. Sie müssen einen Mehrwert bieten, denn im App-Dschungel muss man herausragen. Fast folgerichtig ist da im Zertifikatesektor, dass längst nicht jeder Emittent in die Welt der Apps vordringt. Sehr gute und mobil optimierte Webseiten erfüllen ihren Zweck mitunter auch. Dennoch haben wir die Apps in die Bewertung einfließen lassen. Denn wer eine App hat, der muss etwas Gutes liefern. Dies ist beim Pionier Commerzbank weiterhin der Fall und man baut fleißig Feature um Feature dazu. Somit kann der Sieger 2017 in diesem Bereich nur der Titelverteidiger sein.

Feingold Research hat das Angebot unter die Lupe genommen, präzise geprüft und wir mussten feststellen, dass viele Emissionshäuser von Fonds, Zertifikaten oder anderen Produkten nicht einmal eine App im Programm haben. Umso mehr fällt der Sieger auf, jedoch haben auch DZ BANK auf Rang zwei und die Franzosen von BNP Paribas auf Rang drei einiges zu bieten.

Die Internetseiten der Zertifikateemittenten bieten jede Menge Informationen. Ob digitale Monatsmagazine, wöchentliche oder tägliche Newsletter oder Tools zur Produktauswahl. Weniger umfangreich sind allerdings die App-Angebote. Offensichtlich ist es schwer, die Inhalte der Webseite in einer Applikation fürs Smartphone darzustellen. Die meisten der angebotenen Apps bieten daher nur einen Ausschnitt aus dem gesamten Leistungsspektrum. Allerdings haben es Emittenten mit einer App geschafft, ihr Angebot mit sinnvollen Inhalten für unterwegs übersichtlich in ihrer App darzustellen.

 

www.feingold-research.com

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