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In 365 Tagen um die Welt

Foto:  RomoloTavani / iStock

Nationale Entscheidungen mit globaler Wirkung.

In der Ruhe liegt die Kraft. Diese Grundeinstellung zählte sicherlich zu den Erfolgsgaranten der Abenteuerreise in Jules Vernes Roman „In 80 Tagen um die Welt“. Auch für das Jahr 2017 richtet sich dieser Rat an alle handelnden Personen, schließlich bleibt die Spannung, aufgrund zahlreicher politischer Entscheidungen und wirtschaftlicher Herausforderungen weltweit, sehr hoch.

Im Jahr 2016 war nicht alles gut, aber auch nicht alles schlecht. Teilweise wurde vermeintlichen Kleinigkeiten zu viel Aufmerksamkeit und einzelnen regional, national oder global übergeordneten Themen zu wenig Beachtung geschenkt. Zwar ist eine derartige Sichtweise auf die Geschehnisse des alten Jahres im Nachhinein leicht einzunehmen, dennoch kann sie zumindest in den Erfahrungsschatz für das neue Jahr aufgenommen werden. Entsprechend besteht nun die Chance, vieles in 2017 besser zu machen.

Tragik, Freude und Enttäuschungen

Einen Supergau erlebte sicherlich Samsung mit seinem Galaxy Note 7. Da beim Laden des Geräts Explosionsgefahr bestand, mussten die Koreaner die Auslieferung weltweit stoppen und eine gigantische Rückrufaktion starten. Ebenfalls zu einer Rückrufaktion sah sich der schwedische Möbelriese Ikea gezwungen. Nach dem Tod mehrerer Kleinkinder durch umgefallene Kommoden rief der multinationale Einrichtungskonzern in den USA und Kanada rund 36 Millionen Möbelstücke zurück.

Auch das neue iPhone 7 von Apple, der sprachgesteuerte Lautsprecher Echo von Amazon sowie vermeintliche Hakenkreuz-Symbole auf Weihnachtskugeln in Form von Knusperhäuschen von der Deko-Kette Butlers waren im Jahr 2016 in aller Munde. Das galt auch für die viel zu schnell ausverkaufte Einhorn-Schokolade von Ritter Sport. Infolge der ausgelösten Begeisterungsstürme – und das scheinbar nicht nur bei zehnjährigen kleinen Prinzessinnen – hatte die Schokoladenmarke anstelle zahlreicher glücklicher Kunden plötzlich Millionen unzufriedener Nicht-Kunden. Ende Dezember betrug die Lieferzeit für die quietsch-fröhliche Regenbogen-Glitzer-Einhorn-Schokolade immer noch bis zu sechs Wochen.

Weniger erfreulich, aber dennoch gefolgt von einem gewaltigen Aufschrei waren zum Beispiel der Fund einer toten Ratte im Saum eines neu gekauften Zara-Kleids oder die Erkenntnis aus einem Produkttest der Stiftung Warentest, dass der vermeintlich gute Meister Proper scheinbar doch nicht so sauber putzt, dass man sich drin spiegeln kann. Laut Testergebnis schnitt ausgerechnet das Mittel mit der bekanntesten Werbefigur von insgesamt 19 untersuchten Badreinigern am schlechtesten ab.

Teurer Kompromiss

Wenigstens konnte Volkswagen in der Abgasaffäre durch manipulierte Dieselmotoren noch einige Häkchen in der Akte Einigungen vornehmen. Nach einem monatelangen Ringen war zuletzt von einem Kompromiss mit den amerikanischen Behörden die Rede. Darin habe VW zugestimmt, Rückkäufe für rund 20.000 3,0-Liter- Fahrzeuge mit illegaler Abgastechnik anzubieten. Die betroffenen Motoren wurden in Audis Luxusmodellen sowie in Geländewagen wie dem Porsche Cayenne und dem VW Touareg verbaut. Bei den restlichen 60.000 Autos solle der Konzern zunächst die Chance zu einer Rückrufaktion erhalten. Scheitert die technische Umrüstung, müssten diese Wagen ebenfalls zurückgekauft werden und dann substanzielle Entschädigungszahlungen für die Dieselbesitzer folgen. Bei kleineren Dieselwagen mit 2,0-Liter-Motoren hatte sich der Konzern bereits mit US-Klägern auf einen bis zu 16,5 Milliarden Dollar teuren Vergleich verständigt – dem teuersten in der Automobilgeschichte. Mit dem Eingeständnis „Schuldig der Verschwörung und der Behinderung der US-Justiz“ sowie der strafrechtlichen Zahlung von 4,3 Milliarden Dollar konnte VW eine weitere juristische Großbaustelle im Abgasskandal schließen.

 

Wo die manipulierten Fahrzeuge fahren
Anzahl der mit Manipulationssoftware ausgestatteten VW-Fahrzeuge nach Region

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Quelle: EPA, Volkswagen, verschiedene Medienberichte, Statista

Würde das Verbraucher- und Umweltschutzrecht in allen Staaten, in den Fahrzeugen mit der VW-Schummelsoftware verkauft wurden, so rigoros umgesetzt wie in den USA, würde der Abgasskandal Volkswagen ungleich teurer zu stehen kommen.

 Da kommt es nicht von ungefähr, dass VW-Chef Matthias Müller den Skandal schnell abschließen möchte. Denn Europas größter Autokonzern beabsichtigt, sich wieder auf andere Themen zu fokussieren, wie dem Strategieschwenk hin zu Elektroautos, neue mobile Dienstleistungen und digitale Innovationen. An der Börse wurden diese Absichten vorerst honoriert. Nach einem stotternden Jahresstart nahm die Volkswagen-Aktie Fahrt auf und schloss das Jahr 2016 mit einem leichten Minus von 0,86 Prozent bei 133,20 Euro ab.

Ein gewisses Steigerungspotenzial könnte der Aktie des VW-Konzerns nach wie vor innewohnen. So sahen beispielsweise die Analysten der Schweizer Großbank UBS Ende November das Kursziel bei 180 Euro. Hier lag der Kern der Kaufempfehlung auf einer bislang unterschätzten Margenerholung der VW-Marke, gekoppelt mit abnehmenden, langfristigen dieselbezogenen Risiken und einer attraktiven Bewertung der Aktie.

Auch die britische Investmentbank Barclays hat Volkswagen Mitte Dezember mit einem Kursziel von 168 Euro auf „Overweight“ eingestuft. Dagegen liegt das Kursziel gemäß der Investmentbank Oddo Seydler seit Ende Juni bei 135 Euro, da die Aktie der Wolfsburger zusammen mit der von BMW zu den derzeit unattraktivsten im Sektor zählen soll.

 

Unsicherheit an den Börsen

Doch warum wird gerade 2016 von vielen Meinungsmachern und Analysten als unberechenbares Jahr beschrieben? Sicherlich, Portugal hat sich zur Überraschung vieler Experten zum ersten Mal die Euro-Krone im Fußball aufgesetzt. Doch insbesondere der Brexit, die Wahl von Donald Trump zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika und das gescheiterte Referendum in Italien sorgten im Vorfeld der jeweiligen Entscheidung für große Unsicherheiten an den Börsen weltweit. Vor allem die Wahlergebnisse in Großbritannien und den USA schockierte viele Beobachter, da zahlreiche sogenannte seriöse Umfrageergebnisse das Gegenteil prophezeiten.
Entgegen der Erwartungen von erdrutschartigen Kursstürzen an den wichtigsten Börsenbarometern, blieben die Großbrände weitestgehend aus. Während der DAX vom Brexit noch für zwei Wochen in die Knie gezwungen werden konnte, schaffte es der Wahlausgang in den USA immerhin noch für einen halben Tag. Dagegen feierte der deutsche Leitindex die italienische Reformverweigerung sogar mit erheblichen Aufschlägen. Zum Jahresende 2016 schloss der DAX nach mehreren Jahreshöchstständen auf 11.481,06 Punkten mit einem Plus von 6,87 Prozent. Daneben ragte einmal mehr der Mittelwerteindex MDAX heraus, der im Dezember sogar erstmals in seiner Geschichte über die 22.000- Punkte-Marke sprang.

Ein Grund für die insgesamt positive Entwicklung an den Aktienmärkten war mitunter der moderate Kurs der US-Notenbank, die, anders als erwartet, die Leitzinsen in 2016 nur einmal erhöhte. Zusätzlichen Rückenwind verlieh die europäische Geldpolitik mit der Verlängerung des Anleiheankaufprogramms der EZB bis Ende 2017.

Im Gegensatz zum Euro Stoxx 50, der in 2016 nahezu auf der Stelle trat, haussierten die US-Börsen. Der Dow Jones und der breiter aufgestellte S&P 500 erreichten immer neue historische Höchststände, ebenso der Technologieindex Nasdaq 100. Auch die Börsen in Großbritannien, Japan, Russland, China, Kanada, Brasilien oder Argentinien beendeten das Jahr 2016 zumeist positiv.

Viele Analysten rechnen in 2017 eher mit einer schwierigen Phase für den deutschen Aktienmarkt, da eine positive Entwicklung aus fundamentaler Sicht eher nicht gerechtfertigt sein soll. Sollten sich Teile der Risiken jedoch bestätigen, müsste zumindest kurzfristig mit einer signifikant größeren Volatilität gerechnet werden.

Unkalkulierbarer Präsident

Insbesondere der vom Time-Magazin zur Person des Jahres gekürte Donald Trump wird von Marktbeobachtern gerne als schwer einschätzbar bezeichnet – vielleicht auch, weil seine ersten Äußerungen als designierter Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika in einem deutlichen Gegensatz zu seiner populistischen Wahlkampfrhetorik stehen. Sollte jedoch seine unternehmensfreundliche Steuerreform und das umfassende Investitionsprogramm in den USA zeitnah angestoßen werden, rechnen unter anderem die Strategen der Deutschen Bank mit einem anziehenden Wachstum im Jahr 2017. Darüber hinaus könnte die geplante Rückführung regulatorischer Maßnahmen im Finanz- und Energiesektor zu einer erhöhten Investitionsbereitschaft von US-Unternehmen führen. Entsprechend prognostizierten die Deutsch-Banker ein Wachstum der US-Wirtschaft von 2,3 Prozent in 2017.
Trump, der sich in einem Interview zu seinen deutschen Wurzeln bekannte und sein deutsches Blut stolz als „great stuff“ bezeichnete, wäre jedoch aus neutraler Sicht gut darin beraten, künftig weniger marktschreierische oder antidiplomatische Parolen auf Twitter zu veröffentlichen. Wenigstens ist vermutlich in naher Zukunft nicht zu erwarten, dass er sich als neuer starker Mann im Weißen Haus zu einem weiteren Auftritt als „Neben-Schläger“ bei einem Wrestling-Show-Kampf inszeniert. Dafür darf mit Spannung erwartet werden, wie sich seine vermeintlichen Wahlkampf-Spender, die mit Regierungsposten belohnt wurden, im täglichen Politikgeschäft schlagen.

 

Spannungen in Europa

Nicht zuletzt gewann Donald Trump die US-Präsidentschaftswahl mit seinen Plänen für eine restriktivere Einwanderungs- sowie eine protektionistische Wirtschaftspolitik. In die gleiche Kerbe schlagen laut Dr. Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank, derartige zum Teil populistische Positionen in Europa. Diese sind auf dem Vormarsch und finden insbesondere bei denjenigen große Zustimmung, die sich zu den Verlierern der Globalisierung zählen. Schließlich haben in den vergangenen Jahrzehnten Teile der Mittelschicht in vielen Industrieländern zu wenig von der Globalisierung profitiert – ihre Reallöhne sind mitunter sogar gesunken.
Entsprechend beinhalten die in 2017 anstehenden Wahlen in Deutschland, Frankreich, Norwegen und den Niederlanden ein erhebliches Konfliktpotenzial. Gemäß Stephan könnte eine zunehmende Abkehr von offenen Gesellschaften und dem freien Warenhandel die Weltwirtschaft, die seit dem Beginn der Finanzkrise unter einer hartnäckigen Wachstumsschwäche leidet, vor zusätzliche Herausforderungen stellen. Und so erwartet er für die Weltwirtschaft in 2017 ein Wachstum von 3,5 Prozent.
Für die Eurozone wird dagegen nur mit einem Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent, also rund 0,5 Prozentpunkte weniger als 2016, gerechnet. Sollte sich jedoch das US-Wachstum beschleunigen, ohne dass gleichzeitig neue Handelsbeschränkungen aufgebaut werden, könnte dies die europäische Exportwirtschaft stützen.

Deutsche Wirtschaft

Die deutsche Wirtschaft soll nach Erwartung zahlreicher Analysten ihren moderaten Aufschwung – trotz erheblicher weltwirtschaftlicher Unsicherheiten angesichts von Brexit, Präsidentenwechsel in den USA und schleppender wirtschaftlicher Erholung in den Schwellenländern – fortsetzen.
Dabei bleibe der private Konsum, der sich 2017 ein wenig abschwächen soll, der Motor der wirtschaftlichen Entwicklung. Als wesentlicher Grund für die Abschwächung wird hier unter anderem die steigende Inflation genannt. Wie bei den Einschätzungen für das weltweite oder europäische Wirtschaftswachstum schwanken jedoch auch die jeweiligen Vorhersagen für die deutsche Wirtschaft teilweise sehr stark. Die Prognosen für die Entwicklung des deutschen Bruttoinlandsprodukts finden Sie zusammengefasst in diesem Artikel.

Auf der Verliererseite

Zu den Verlierern in 2017 könnte durchaus Mexiko gezählt werden. So droht das Nordamerikanische Freihandelsabkommen Nafta mit Mexiko und Kanada ein weiteres Opfer des Trumpschen Protektionismus zu werden. Zumindest senkte der Internationale Währungsfonds seine Wachstumsprognose für Mexiko und prophezeit einen Anstieg des BIP von nur noch 2,1 Prozent. Bislang lag die Schätzung bei 2,5 Prozent.
Sollte Trump mit seinen protektionistischen Plänen ernst machen, würden auch Brasiliens Exporte leiden. Andererseits glauben viele Anleger, dass es nach der Absetzung der Präsidentin Dilma Rousseff mit der brasilianischen Wirtschaft, die nach wie vor in der Rezession steckt, wieder aufwärts geht. Das Reformprogramm des neuen Staatschefs Michael Temer entfachte zumindest kurzfristig eine deutliche Euphorie an der Börse. Ob diese zu stark ausfiel, wird sich noch zeigen.

Jubel in Russland

Jubelschreie wurden vor allem in Folge von Trumps Wahlsieg in Russland vernommen. Russland könnte nämlich angesichts einer nun wahrscheinlicheren politischen Entspannung zwischen den beiden Schwergewichten, einer der großen Profiteure der neuen Politik Trumps sein. Die Weltbank rechnet trotz anhaltender Sanktionen mit einem Wachstum des russischen BIPs um 1,2 Prozent in 2017. Im Jahr 2016 soll diese noch um 0,7 Prozent geschrumpft sein.

Unklarheit in China

Sollten chinesische Stahlimporte in die USA künftig mit Zöllen belegt werden, würde sich ein Wahlversprechen Trumps realisieren. Dies scheint jedoch mehr als fraglich, da auch die US-Wirtschaft unter einem Handelskrieg mit China leiden würde. Neben den Überkapazitäten in der Industrie, steigen im Reich der Mitte auch die öffentlichen und die privaten Schulden. Die zentralen Probleme der heimischen Wirtschaft sollen einem Bericht staatlicher Medien zufolge in 2017 angegangen werden. Darüber hinaus beabsichtigt das Land des roten Riesen, die Volksrepublik für ausländische Investoren attraktiver zu gestalten.
Die Investitionen im Immobiliensektor dürften nach Erwartung des Chefökonoms der chinesischen Notenbank nachlassen. Gerade die Furcht vor einer Spekulationsblase am Häusermarkt und der wachsende Verschuldungsgrad lösten zuletzt in China Debatten darüber aus, ob das bei der Konjunkturentwicklung erfolgsverwöhnte Schwellenland zugunsten von Reformen eine niedrigere Wachstumsrate in 2017 in Kauf nehmen sollte. Laut der Regierung zuarbeitenden Nationalakademie der Volksrepublik China für Sozialwissenschaften könnte das Wirtschaftswachstum weiter an Fahrt verlieren und im Jahr 2017 nur noch um 6,5 Prozent zulegen.

Der große Favorit Indien

Indien dagegen gilt nach wie vor als einer der Top-Emerging-Markets-Länder. Der Subkontinent wuchs zuletzt stärker als China. Für die Jahre 2016 und 2017 prognostiziert der Internationale Währungsfonds jeweils ein BIP-Wachstum von 7,4 Prozent.

Allerdings könnte der „Modi-Effekt“ inzwischen verpufft sein. So trat der indische Leitindex Sensex 2016 nahezu auf der Stelle, denn die im Jahresverlauf bis zur US-Präsidentschaftswahl gewonnenen Kursgewinne machte der Trump-Triumph in den USA wieder weitestgehend zunichte.

Dennoch könnte 2017 sowie die Folgejahre insbesondere für die Automobilindustrie interessant werden, denn in der mit 1,3 Milliarden weltweit größten Demokratie besitzen vergleichsweise wenige ein eigenes Auto. Während gerade die typischen Statussymbole wie Luxuskarossen der deutschen Autobauer Audi, BMW und Mercedes bei den Aufsteigern immer beliebter werden, begnügt sich die breite Masse mit günstigen und wendigen Kleinwagen wie dem Tata Nano oder dem Renault Kwid.

Daneben belegt auch die steigende Anzahl von Internetzugängen die Aufholjagd Indiens. Verfügten im Jahr 2010 noch weniger als 20 Millionen Inder über einen Internetzugang, waren es Ende 2015 bereits 350 Millionen. Laut einer Analyse des Wirtschaftsverbands Nasscom in Zusammenarbeit mit Akamai Technologies sollen es bis 2020 bereits 730 Millionen sein. Und so könnte vor diesem Hintergrund der Markt für Smartphones weiter wachsen. Auch wenn aufgrund der allgemein schwachen Einkommen derzeit noch eher günstige Geräte gefragt sind, wäre hier ein großer potenzieller Absatzmarkt für Apple & Co. vorhanden. Schließlich ist die Marke mit dem angebissenen Apfel innerhalb der indischen Bevölkerung noch weitestgehend unbekannt. Auch aus diesem Grund hat das Gros der Analysten zum Beispiel Kaufempfehlungen für die Apple-Aktie ausgesprochen.

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*Prognose; Stand: September 2016; Quelle DIW Berlin, Nationale statistische Ämter

Fallen im Internet

Obwohl das Internet Menschen, Meinungen und Unternehmungen näher zusammenbringt, ebnet es auch den Weg für Phänomene wie Falschmeldungen und neue Formen der Cyberspionage, die auch im Jahr 2017 wieder Hochkonjunktur haben werden. Insofern wird die weltumspannende Debatte über die Rolle der sozialen Medien wie Facebook, Google oder Twitter bei der öffentlichen Meinungsbildung weitergeführt. Dass dies äußerst wichtig ist, zeigte die „Pizzagate“-Affäre in den USA. Hier ging ein Mann mit einem Sturmgewehr und zwei Handfeuerwaffen bewaffnet dem über soziale Medien verbreiteten Vorwurf nach, dass die damalige demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton von einer Pizzeria in Washington DC einen Kinderporno-Ring betreiben würde. Im Restaurant „Comet Ping Pong“ eröffnete er das Feuer, verletzte jedoch niemanden. Bei seiner Festnahme beteuerte der 28-Jährige, lediglich die eigenhändige Untersuchung der wahlkampfbezogenen Verschwörungstheorie.
Aller Voraussicht nach wird es zudem bei der kommenden Bundestagswahl nicht nur um Fakten gehen, sondern die gesellschaftspolitisch immer wichtiger werdenden Ängste und Emotionen. Zumindest aus Börsensicht konnte man im Laufe des zurückliegenden Jahres gut erkennen, dass die Bedeutung politischer Großereignisse im Vorfeld häufig deutlich aufgebauschter und übertriebener verbreitet wurde, als das tatsächliche Ausmaß im Nachhinein erahnen ließ – selbst wenn das Ergebnis überraschend ausfiel.

AUSGESUCHTE INDEX-ZERTIFIKATE

Mit einem Indexzerti kat können Anleger komfortabel mit einer einzigen Depotposition einen ganzen Markt abbilden. Ihre Wert­ entwicklung hängt von allen in dem jeweiligen Börsenindex enthaltenen Aktien ab. Der Kurs des Zerti kats spiegelt immer den gerade gültigen Gegenwert des Indexstands wider. Bei ausländischen Indizes ist zusätzlich noch der Währungsein uss zu beachten.

Land Basiswert WKN Emittent Bezugsverhältnis Währungsgesichert Fälligkeit
Brasilien Bovespa ABN2MJ BNP Paribas 0,01 Open End
China HSCEI 815813 Société Générale 0,01 Open End
Deutschland DAX TD675X HSBC 0,01 20.12.2018
Deutschland MDAX 899164 Deutsche Bank 0,001 Open End
Emerging Market MSCI EM AA0A62 BNP Paribas 0,01 Open End
Europa Euro Stoxx 50 653726 HSBC 0,01 15.03.2023
Großbritannien FTSE 100 UB6D47 UBS 0,01 Open End
Japan Nikkei 225 DZT7EM DZ BANK 0,001 Ja Open End
Mexiko Mexican Bolsa ABN30B BNP Paribas 0,01 Open End
Russland RDX GS0J2N Goldman Sachs 0,01 Open End
USA Dow Jones 787329 HypoVereinsbank/UniCredit 0,001 Open End
USA S&P 500 709336 Deutsche Bank 0,01 Open End
USA Nasdaq 100 709339 Deutsche Bank 0,01 Open End

Quelle: Diverse Emittenten, Börse Frankfurt; Stand: 03.01.2017

Prognose zur Entwicklung des Deutschen Bruttoinlandsprodukts

Quelle Prognose vom Prognose für 2016 Prognose für 2017
Bundesregierung Oktober 2016 + 1,8% + 1,4%
EU-Kommision November 2016 + 1,9% + 1,5%
Internationaler Währungsfonds Oktober 2016 + 1,7% + 1,4%
OECD November 2016 + 1,7% + 1,7%
Bundesbank Dezember 2016 + 1,8% + 1,8%
Deutsche Bank Dezember 2016 + 1,9% + 1,0%
Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung November 2016 + 1,9% + 1,2%
Gemeinschaftdiagnose der führenden Wirtschaftsinstitute September 2016 + 1,9% + 1,4%
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung September 2016 + 1,9% + 1,0%
Institut für Weltwirtschaft IfW Kiel September 2016 + 1,9% + 1,7%
Institut der deutschen Wirtschaft Köln November 2016 + 1,75% + 1,0%
Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut September 2016 + 1,9% + 1,4%
Institut für Wirtschaftsforschung Halle IWH September 2016 + 1,9% + 1,2%
Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung IMK September 2016 + 1,9% + 1,3%
Rheinisch­Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung September 2016 + 1,9% + 1,4%

Stand: 09.12.2016

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